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Mehrere Tausend bei Leonhardi-Wallfahrt in Benediktbeuern

Benediktbeuern (dpa/lby) – Festlich geschmückte Gespanne, Schützenkompanien und Musikkapellen – bei der traditionellen Wallfahrt zu Ehren des Heiligen Leonhard säumten am Sonntag im oberbayerischen Benediktbeuern (Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen) wieder Tausende die Straßen. Dutzende Reiter und rund 50 Wagen zogen schließlich in den Innenhof des dortigen Klosters. Von bis zu 6000 Zuschauern, die sich bei wechselhaftem Wetter auf den Weg gemacht hatten, sprach die Polizei. Den Abschluss bildete das Goaßlschnalzen, das Peitschenknallen der Fuhrleute.

Der Heilige Leonhard gilt als Schutzpatron der Nutztiere. Seit Jahrhunderten gehören Leonhardifahrten in Bayern und Österreich zum Brauchtum. Die Wallfahrt in Bad Tölz am Leonharditag am Mittwoch gilt mit mehreren 100 Pferden und rund 80 teils historischen Wagen als größte Veranstaltung dieser Art. Sie war erst 2016 als Immaterielles Kulturerbe der Unesco in das deutsche Verzeichnis aufgenommen worden. Die älteste Leonhardifahrt in Bayern hat die Gemeinde Kreuth. Sie ist seit 1442 belegt. Der Umzug dort findet auch am Mittwoch statt.