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Merkel fiebert trotz Differenzen bei Wahl mit der CSU

Augsburg (dpa) – Kanzlerin Angela Merkel fiebert bei der bayerischen Landtagswahl trotz inhaltlicher Differenzen mit der CSU von Bundesinnenminister Horst Seehofer. «Da gibt es überhaupt nichts, als dass man sich gegenseitig Erfolg wünscht», sagte die CDU-Chefin am Donnerstagabend bei einer Interviewveranstaltung der «Augsburger Allgemeinen» in Augsburg. Merkel wies jegliche auch noch so unterschwellige Schadenfreude von sich, sollte die CSU bei der Wahl am 14. Oktober die absolute Mehrheit verlieren.

Merkel betonte, dass CDU und CSU sich mehr denn je gegenseitig brauchten. «Wir sind eine gemeinsame Fraktion, und wir können im Bund nur zusammen Regierungsfähigkeit erlangen», sagte sie. CDU und CSU seien Schwesterparteien, die miteinander in Wahlkämpfen fieberten und bei Niederlagen zusammen litten. Meinungsverschiedenheiten würden da nichts Grundlegendes ändern. «Deshalb muss ich doch niemandem was Böses wollen.»