Mesale Tolu: Unterstützung aus ganz Deutschland war wichtig

Ulm (dpa/lsw) – Die monatelang in der Türkei festgehaltene Journalistin und Übersetzerin Mesale Tolu hat sich in ihrer Heimatstadt Ulm für die Solidaritätsbekundungen aus ganz Deutschland bedankt. Sehr viele Menschen hätten ihr geschrieben. Das sei besonders in den Monaten ihrer Haft sehr wichtig für sie gewesen, sagte Tolu am Mittwoch bei einem Gespräch mit Ulms Oberbürgermeister Gunter Czisch (CDU). Sie war am Sonntag nach langer Haft und Ausreisesperre in die Heimat zurückgekehrt.

Anwesend waren auch Vertreter der bayerischen Nachbarstadt Neu-Ulm, wo die im baden-württembergischen Ulm geborene Tolu heute ihren Wohnsitz hat. Über die Unterstützung aus Ulm und Neu-Ulm habe sie sich besonders gefreut, sagte Tolu einer Mitteilung des Ulmer Rathauses zufolge.

Die türkische Justiz, die sie im Mai inhaftiert hatte, wirft ihr unter anderem Terrorpropaganda vor. Zuvor hatte sie als Journalistin an der Beerdigung von Mitgliedern der verbotenen linksextremen Gruppe MLKP teilgenommen. Tolu will nach eigenen Angaben zur Fortsetzung ihres Prozesses am 16. Oktober erneut in die Türkei reisen, um ihre Unschuld zu beweisen.