Millionenwert? Ölbild von August Macke wird versteigert

Eines der letzten Ölgemälde von August Macke (1887-1914) soll am 10. und 11. Juni in München versteigert werden. «Mädchen mit blauen Vögeln» aus dem Jahr 1914 sei fast 100 Jahre im Besitz der Familie des Krefelder Seidenfabrikanten Erich Raemisch gewesen, teilte das Auktionshaus Ketterer Kunst am Montag in München mit. Der Schätzpreis liege zwischen zwei und drei Millionen Euro.

Das 60 mal 82,3 Zentimeter große, paradiesisch anmutende Ölbild zeigt eine junge Frau im weißen Kleid unter Bäumen neben zwei blauen Vögeln mit langen Schnäbeln. Macke hatte das Gemälde nach Angaben Ketterers im Sommer 1914 gemalt. Wenige Wochen später, nach der Mobilmachung am 1. August 1914, sei er dann als Soldat eingezogen worden und am 26. September im Ersten Weltkrieg gefallen.

Nach Mackes Tod blieb das Bild, das teilweise auch den Titel «Kind mit blauen Vögeln» trägt, der Mitteilung zufolge im Nachlass des Künstlers. 1928 sei es in die Sammlung Raemischs gekommen und bis jetzt im Eigentum der Familie geblieben. Auf der blass übertünchten Rückseite des Bildes findet sich nach Angaben des Auktionshauses zudem eine Komposition des Macke-Bildes «Drei Frauen am Tisch» von 1912.