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Ministerin will mehr KI-Transfer von Forschung in Wirtschaft

München (dpa/lby) – Die bayerische Digitalministerin Judith Gerlach sieht Verbesserungspotenzial beim Transfer der Forschung zur Künstlichen Intelligenz in die Wirtschaft. «Deshalb diskutieren wir über zusätzliche Mittel und Ideen, wie man Anwendungen Künstlicher Intelligenz gerade auch kleinen und mittleren Unternehmen leichter zugänglich machen kann», sagte sie vor der am Donnerstag stattfindenden D17-Konferenz der Digitalminister beziehungsweise -beauftragten der 16 Bundesländer und des Bundes.

Es gebe bereits gute Ansätze, betonte Gerlach: «Der Bund etwa hat ein KI-Trainer-Programm vorgelegt. Damit sollen die kleinen und mittleren Betriebe für die technologischen und wirtschaftlichen Potenziale der KI sensibilisiert werden.»

Insbesondere kleine und mittlere Betriebe täten sich noch schwer mit der KI, sagte die Ministerin. «Gerade mal 15 Prozent von ihnen nutzen KI-Anwendungen. Dabei könnten auch die kleinen Betriebe deutlich profitieren. Das reicht von selbstlernenden Robotern in der Produktion über die Optimierung von Lieferketten bis zu Chatbots, die die Kommunikation mit Kunden vereinfachen.»

Die D17-Konferenz sollte ursprünglich in München stattfinden. Wegen der aktuellen Corona-Situation wurde aber beschlossen, sie virtuell stattfinden zu lassen.