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Mobilfunkanbieter und Kunden werden Opfer von Betrügern

Rosenheim (dpa/lby) – Mit falschen Mobilfunkverträgen sollen vier Männer in 76 Fällen Privatkunden und Unternehmen um knapp 40 000 Euro betrogen haben. Fast 1000 weitere Betrugsversuche seien zwar eingefädelt worden, blieben aber erfolglos, wie das Polizeipräsidium in Rosenheim am Mittwoch mitteilte. Mehr als ein Jahr dauerten die Ermittlungen der Kriminalpolizei und der Staatsanwaltschaft Traunstein. Einer der Tatverdächtigen sitze bereits wegen einer anderen Straftat im Gefängnis, sagte ein Sprecher. Ihren Betrug sollen die 20- bis 30-Jährigen zwischen Frühjahr und Sommer 2017 begangen haben.

Die Männer aus Nieder- und Oberbayern sollen laut Polizei in einigen Fällen bei Haustürgeschäften Verträge für Handys gefälscht und bei den Anbietern eingereicht haben. Die teuren Mobiltelefone hätten sie aber selbst behalten oder weiterverkauft. In anderen Fällen schlossen sie mit fiktiven Namen Verträge ab und kassierten die Provisionen und die Handys. Zum Teil hätten die Tatverdächtigen tatsächlich für namhafte Telekommunikationsanbieter gearbeitet, sagte ein Polizeisprecher. Opfer des Betrugs wurden in den meisten Fällen die großen Konzerne.