Glasfaserkabel liegen auf einer Baustelle., © Sina Schuldt/dpa/Symbolbild

Mogelpackung: Bayern kritisiert Gigabitstrategie des Bundes

Die neue Strategie des Bundes zum Glasfaser-Ausbau ist aus der Sicht Bayerns eine Mogelpackung: «Leider scheint der Bund das Ziel «Gigabit für alle bis 2025» stillschweigend beerdigt zu haben – zumindest ist es in der neuen Gigabitstrategie nicht mehr enthalten», sagte Bayerns Finanz- und Heimatminister Albert Füracker (CSU) am Mittwoch in München. Dies sei ein Rückschlag für alle Menschen im ländlichen Raum. «Es bleibt abzuwarten ob der Bund das neue Ziel «Glasfaser für alle bis 2030» halten kann.»

Zuvor hatte Bundesdigitalminister Volker Wissing (FDP) die neue Strategie des Bundes für den Glasfaser-Internetausbau vorgestellt. Sie setzt unter anderem auf einen Bürokratieabbau etwa bei Genehmigungsverfahren für Mobilfunk-Masten und teils überirdische Verlegung von Leitungen an Holzmasten.

Füracker rief den Bund auf, sein bisheriges Förderverfahren weiter zu beschleunigen. Alles andere würde den Glasfaserausbau noch weiter verzögern. Letztlich sei ansonsten auch das Ziel, «Gigabit in Bayern bis 2025» gefährdet.