Konstantin Wecker am Seiteneingang der Laeiszhalle in Hamburg., © Georg Wendt/dpa/Archivbild

Musiker Wecker: Die pazifistische Idee darf nicht sterben

Liedermacher Konstantin Wecker hält trotz des Ukraine-Kriegs an der pazifistischen Idee fest. «Für einen alten Pazifisten wie mich ist es natürlich erschreckend zu erleben, was in den letzten Monaten passiert ist», sagte der 74-jährige Münchner der «Augsburger Allgemeinen» (Samstag). «Auch, welche Wandlung die grüne Politik durchmacht und die Sprache in den Medien. Das ist furchtbar und macht mir wirklich Angst.» Als Künstler empfinde es als Auftrag, utopistische Ideen in die Welt zu tragen. «Die pazifistische Idee darf nicht sterben!»

Wecker kritisierte die Forderung der grünen Außenministerin Annalena Baerbock nach schweren Waffen für die Ukraine und die Suche des grünen Wirtschaftsministers Robert Habeck nach Energiequellen in anderen Staaten. «Der Kniefall von Robert Habeck in Katar ist ja unglaublich. Plötzlich ist es in Ordnung, von solchen Ländern Gas zu beziehen. Da wird gar nicht gefragt, wie putinesk die Staaten sind. Ich glaube, das hat bei Baerbock und Habeck alles mit dieser schrecklichen Verbundenheit mit Macht zu tun.»