Ein Polizei-Blaulicht leuchtet über einem Absperrband mit der Aufschrift «Polizeiabsperrung»., © David Inderlied/dpa/Illustration

Tod von Doppelgängerin: Tatwaffe vorerst nicht gefunden

Nach dem gewaltsamen Tod einer jungen Frau in Ingolstadt haben Taucher am Dienstag stundenlang in der Donau nach der Tatwaffe gesucht. Kräfte der Bayerischen Bereitschaftspolizei tauchten einen Bereich der Donau nahe einer Autobahnbrücke in Ingolstadt ab. Bis zum Abend meldete die Polizei aber keinen Erfolg. «Die Suchmaßnahmen dauern derzeit noch an», teilte ein Sprecher mit.

Unweit der Stelle war die Tote Mitte August im Auto einer Gleichaltrigen gefunden worden, die der Toten zum Verwechseln ähnlich sieht. Diese Frau und ein mutmaßlicher Komplize sitzen nun in Untersuchungshaft.

Der mysteriöse Fall gibt der Polizei Rätsel auf. Weil die Tote, die aus dem Landkreis Heilbronn stammte, der Besitzerin des Autos sehr stark ähnelte, hatten Familie und Ermittler diese zunächst irrtümlich für das Opfer gehalten. Bei der Obduktion kamen dann Zweifel an der Identität der Toten auf. Die 23-jährige Deutsch-Irakerin, die zunächst für tot gehalten wurde, sowie ein gleichaltriger Bekannter – ein Kosovare – wurden als dringend tatverdächtig festgenommen.

Die Polizei hatte bereits mit einem Großaufgebot nach der Tatwaffe gesucht, bisher jedoch vergeblich. Mit der neuen Suche in der Donau sei man Hinweisen aus der Bevölkerung nachgegangen, erläuterten die Beamten am Dienstag. Gesucht wurde auch nach persönlichen Gegenständen der Getöteten.

Die Tatverdächtigen und das Opfer sollen in Kontakt gewesen sein. Die Eltern der tatverdächtigen Frau hatten ihre Tochter gesucht und dabei die Tote in dem Auto ihrer Tochter entdeckt.