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«Mythos Bayern»: Erster Einblick in die Landesausstellung

Ettal (dpa/lby) – Das idyllische Alpenland, die bayerische Gemütlichkeit, Trachten und Schlösser, die der «Märchenkönig» Ludwig II. bauen ließ – all dies prägt das Bild von Bayern. Unter dem Titel «Mythos Bayern» zeigt die Bayerische Landesausstellung 2018 ab dem 2. Mai in Ettal die Entwicklung dieses Bildes. Bayern fordere seit langem einen Sonderstatus ein und dieser werde Bayern auch zugestanden, sagte Richard Loibl, Direktor des Hauses der Bayerischen Geschichte, am Donnerstag. «Die Basis dieses Sonderstatus ist eben die Verbindung der Alpenlandschaft mit einer besonderen Lebensart.»

Auf 1500 Quadratmetern können Besucher dieser Verbindung nachspüren. Unter den Ausstellungsstücken finden sich auch Alltagsgegenstände, die einst in Händen von bayerischen Königen waren: die Jagdmontur von König Max II. und eine Badewanne, die er nutzte, sowie einen aus Holz geschnitzten Schwan. Das Spielzeug gehörte als Kind König Ludwig II., der später das Schloss Neuschwanstein bauen ließ. Dass Bayern aber schon viel länger kultiviert war, zeigt unter anderem ein etwa 3000 Jahre alter Einbaum. Das 13 Meter lange und zwei Tonnen schwere Floß aus dem Stamm einer Eiche wurde in den 1980er Jahren im Starnberger See gefunden.

Ab dem 3. Mai ist die Landesausstellung für Besucher geöffnet. Die Landesausstellung in Ettal ist Teil des Fest- und Jubiläumsprogrammes «Wir feiern Bayern». In diesem Jahr feiert Bayern das Doppeljubiläum 100 Jahre Freistaat und 200 Jahre Bayerische Verfassung.