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«Der Mythos Bayern lebt»: Landesausstellung eröffnet

Ettal (dpa/lby) – «Mythos Bayern» – dazu zählen die idyllische Landschaft, Brauchtum und die Schlösser von Ludwig II. Ministerpräsident Markus Söder (CSU) eröffnete am Mittwoch in Ettal die bayerische Landesausstellung, die sich unter dem Titel «Wald, Gebirg und Königstraum» diesen Themen widmet. «An kaum einem anderen Ort im Freistaat kann man das eindrucksvoller erleben als hier in der beeindruckenden Natur- und Kulturlandschaft der Zugspitzregion», sagte Söder. «Der Mythos Bayern lebt.» Die Schau, die diesen Themen im Jubiläumsjahr 100 Jahre Freistaat und 200 Jahre Verfassungsstaat nachspüre, sei ein Highlight für die Region und weit darüber hinaus.

Die evangelische Münchner Regionalbischöfin Susanne Breit-Keßler, die vor dem Festakt mit Abt Barnabas Bögle einen ökumenischen Gottesdienst hielt, nahm indirekt Bezug auf die Kreuz-Debatte. Sie freue sich über die Kreuze am Wegesrand und in öffentlichen Räumen, denn das Kreuz sei ein «inklusives Symbol», das an einen Gott erinnere. Jesu Kreuz lehre Demut und Bescheidenheit. Darum freue sie sich, «wenn politisch Verantwortliche sich bewusst unter das Kreuz stellen» und sich so unter anderem an die eigenen Grenzen erinnern ließen.

Bei der Ausstellung können Besucher in einem Holzpavillon anhand von Filmen, Modellen und Animationen die Visionen des «Märchenkönigs» Ludwig II. virtuell erleben. Zu den Ausstellungsstücken zählen aber auch Alltagsgegenstände, die einst in Händen von bayerischen Königen waren: die Jagdmontur von König Max II. und eine Badewanne, ferner ein aus Holz geschnitzter Schwan – ein Spielzeug von Ludwig II. als Kind. Ein weiteres Highlight ist ein etwa 3000 Jahre alter Einbaum. Das 13 Meter lange und zwei Tonnen schwere Floß aus dem Stamm einer Eiche wurde in den 1980er Jahren im Starnberger See gefunden. Ab dem 3. Mai ist die Landesausstellung für Besucher geöffnet.