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Nach Aue-Sieg: Magdeburg will in Ingolstadt nachlegen

Magdeburg (dpa/sa) – Der erste Heimsieg der Saison soll Fußball-Zweitligist 1. FC Magdeburg im Kampf um den Klassenverbleib weiter Auftrieb geben. «Wir nehmen den Rückenwind aus dem Heimspiel mit. Ich denke, es wird ein offenes Spiel», sagte FCM-Coach Michael Oenning vor dem Auswärtsspiel am Freitag (18.30 Uhr/Sky) beim FC Ingolstadt. Der Zweitliga-Aufsteiger hatte am Dienstag zum Rückrundenstart das Ost-Derby gegen den FC Erzgebirge Aue mit 1:0 für sich entschieden. Es war der erst zweite Saisonerfolg des FCM.

Bei den Schanzern muss Oenning auf Abwehrspieler Roman Bregerie verzichten, der sich mit einer starken Erkältung herumplagt. «Wir werden nicht auf ihn zurückgreifen können», sagte Oenning am Donnerstag. Defensivspezialist Richard Weil ist zwar wieder im Training. «Aber für Freitag wird es nicht reichen», erklärte der Coach.

Auch Ingolstadt feierte mit dem 1:0 gegen Greuther Fürth einen Erfolg. «Ingolstadt wird alles dafür tun, auch dieses Spiel zu Hause zu gewinnen», sagte Oenning, der eine schwere Partie erwartet. Damit am Ende sein Team als Sieger den Platz verlässt, müsse die Konzentration hoch gehalten werden. Gegen Aue hätten «wir gerade in der Zeit um Minute 75 konsequenter sein müssen und den Sack zu machen müssen», sagte Oenning.

Im Tor setzt er wohl wie gegen Aue auf Giorgi Loria. «Er hat ein gutes Heimspiel gemacht und die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass er auch morgen anfängt. Das heißt aber nicht, dass er die komplette Rückrunde spielen wird», sagte Oenning. Der georgische Nationaltorwart sollte beim FCM Jasmin Fejzic als Nummer zwei hinter Alexander Brunst ersetzen. Gegen Aue kam er dann zu seiner Premiere im Tor der Bördeländer. «Das ist die Konkurrenzsituation im Kader, die ich mir wünsche», sagte Oenning.

Die Ingolstädter waren mit anderen Ambitionen in die Saison gestartet, wollten die Rückkehr in die Bundesliga anpeilen. Aber nachdem Cheftrainer Stefan Leitl zu Saisonbeginn lediglich sechs Punkte geholt hatte, übernahm ab dem 7. Spieltag Alexander Nouri als Cheftrainer. Doch der frühere Coach von Werder Bremen wurde nach nur knapp zwei Monaten wieder entlassen. Seit Anfang Dezember 2018 steht Jens Keller an der Seitenlinie der Schanzer.

Er warnte vor dem Gegner, geht aber selbstbewusst in das Duell. «Magdeburg arbeitet sehr kompakt gegen den Ball und wir erwarten sie ähnlich wie im letzten Spiel gegen Aue. Wir wollen unsere defensive Stabilität halten und in der Offensive haben wir genügend Qualität, um Tore zu erzielen», sagte Keller.

«Man merkt, dass unsere Brust breiter wird. Wir wollen unbedingt morgen den nächsten Sieg erkämpfen. Vor allem auch im eigenen Stadion für unsere Fans, die in den letzten Monaten viel leiden mussten», erklärte Keller.