Nach Ölunfall in der Rodach ist der Fluss weitgehend saniert

Knapp neun Monate nach einem schweren Ölunfall im Fluss Rodach in Oberfranken sind die Folgen inzwischen weitgehend beseitigt. Man habe zahlreiche Wasser- und Gesteinsproben aus dem verunreinigten Flussabschnitt entnommen und zuletzt nur noch geringe Schadstoffwerte festgestellt, sagte Jörg Zausig, Geschäftsführer des Unternehmens GeoTeam, das mit der Reinigung des Gewässers beauftragt wurde: «Der Schaden ist in dem Umfang, in dem er sanierungsfähig war, saniert.»

Im September 2021 war in einem Sägewerk in Steinwiesen (Landkreis Kronach) beim Umlagern ein Fass aufgeplatzt. Dabei gelangten Hunderte Liter einer ölhaltigen Flüssigkeit in die Rodach. Die Feuerwehr richtete daraufhin Ölsperren ein. Etwa 250 Meter flussabwärts von der Unglücksstelle hätten die Einsatzkräfte anschließend eine Art kleine Staustufe eingerichtet und so Schlimmeres verhindert, sagte Zausig. Außerdem entfernten sie große Mengen Schweröl aus dem Fluss, wie ein Sprecher des Wasserwirtschaftsamts Kronach berichtete.

Durch den Unfall waren zahlreiche Fische in der Rodach verendet. Zausig schätzt, dass es etwa zwei Jahre dauern werde, bis sich der Fluss vollständig erholt habe und die «Nahrungspyramide» wiederhergestellt sei: «Aber die Sanierung hat funktioniert, eine Wiederbesiedelung des Flusses findet statt.»