Nürnbergs Kwadwo Duah (l) spielt gegen Braunschweigs Jannis Nikolaou., © Swen Pförtner/dpa

Nächster Nürnberger Tiefpunkt: «als Mannschaft versagt»

Der 1. FC Nürnberg hat einen vorläufigen Tiefpunkt erreicht. Nach der nächsten heftigen Niederlage mit 2:4 (2:2) beim zuvor sieglosen Aufsteiger Eintracht Braunschweig sind die Aufstiegsplätze in der 2. Fußball-Bundesliga erstmal weit entfernt. Die mitgereisten Fans artikulierten ihren Unmut nach dem Abpfiff.

Der verletzungsgeplagte «Club» verspielte am Freitagabend sogar eine zweimalige Führung durch Mittelfeldspieler Jens Castrop (10. Minute) und Stürmer Kwadwo Duah (29.). «Wir kriegen keinen Fuß mehr auf den Boden nach der Pause. Vier Gegentore sind Wahnsinn», kommentierte Mittelfeldspieler Lino Temepelmann bei Sky.

Die Mannschaft von Robert Klauß findet einfach keine Konstanz und ruft ihr Potenziel einfach nur sporadisch ab. Zwangsläufig geraten Chefcoach Klauß und seine Spieler nach nur sieben Punkten aus sieben Partien in Erklärungsnot. «Wir haben als Mannschaft versagt. So kannst du kein Zweitliga-Spiel gewinnen», sagte Torwart Christian Mathenia.

Die 17 173 Zuschauer im Eintracht-Stadion erlebten ein erstaunliches Spiel. Die Gastgeber rannten anfangs Ball und Gegner hilflos hinterher, ehe sie angeführt vom Doppeltorschützen Fabio Kaufmann (13./61.) letztlich verdient gewannen. Anthony Ujah (44.) und Immanuel Pherai (59.) mit einem Distanzschuss erzielten die weiteren Eintracht-Tore. «Es ist schwer, eine Erklärung für das zu finden, was passiert ist, sagte Mathenia. «Ich habe auch einen schlechten Tag gehabt. Wir haben es in der zweiten Halbzeit vermissen lassen, Zweitliga-Fußball auf die Platte zu kriegen. Wir waren nicht mehr anwesend. Diese Dinge pasiseren uns in regelmäßigen Abständen.»

Anfangs hatten die Nürnberger das Spiel noch klar bestimmt. Gerade im Mittelfeld waren sie überlegen. Das erste Profitor des jungen Castrop und der dritte Saisontreffer von Angreifer Duah waren die logische Konsequenz. Defensiv aber fehlte dem «Club» jegliche Stabilität.

Beim ersten Tor von Kaufmann aus spitzem Winkel ins kurze Eck sah Torwart Mathenia schlecht aus, beim zweiten agierte er ebenfalls unglücklich. Nach dem Doppelschlag zum 2:4 nach der Pause blieb das Aufbäumen erfolglos. Tempelmann traf das Lattenkreuz (79.).