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Naturschützer: Besserer Schutz von Ruhezonen für Wasservögel

Feldafing (dpa/lby) – Seen und Feuchtgebiete in Bayern bieten Zehntausenden Wasservögeln unter anderem aus Europa und Nordasien Lebensraum – angesichts des zunehmenden Andrangs von erholungsuchenden Menschen fordern Naturschützer nun verstärkte Schutzmaßnahmen. «Es ist an der Zeit, der Forderung nach einem Ruhezonen- und Ruhezeitenkonzept für Wasservögel auf staatlichen Seeflächen jetzt nachzukommen», sagte der Vorsitzende des Landesbundes für Vogelschutz, Norbert Schäffer, am Mittwoch in Feldafing am Starnberger See.

Gerade seit der Pandemie drängten viel mehr Menschen in die Natur und bedrohten damit – oft unbewusst – störungsempfindliche Gebiete, sagte Schäffer. «Der LBV fordert, dass die im Protokoll des Runden Tisches zum Volksbegehren Artenvielfalt vereinbarten, verbindlichen Schutzkonzepte schnellstmöglich erarbeitet und umgesetzt werden.»

Vor 50 Jahren war in der iranischen Stadt Ramsar das Abkommen über «Feuchtgebiete von internationaler Bedeutung» unterzeichnet worden, eines der ersten globalen Naturschutzabkommen. Heute tragen wichtige und zugleich bedrohte Lebensräume für Wat- und Wasservögel dieses Prädikat. In Bayern gibt es davon neun, drei davon liegen am Starnberger See, Ammersee und Chiemsee. Ein zentrales Element der Konvention sei die Vereinbarkeit von Schutz und Nutzung der Feuchtgebiete, sagte Maria Els, Regierungspräsidentin von Oberbayern.

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