Neue Fälle mit Bezug zum Missbrauchskomplex Wermelskirchen

Die bayerische Zentralstelle Cybercrime führt drei Ermittlungsverfahren mit Bezug zum neuen Missbrauchskomplex von Wermelskirchen in Nordrhein-Westfalen. Dies berichtete Oberstaatsanwalt Thomas Goger von der Bamberger Zentralstelle am Dienstag. «Einzelheiten kann ich, um die Ermittlungen nicht zu gefährden, leider nicht mitteilen», erklärte Goger. In allen Verfahren dauerten die Ermittlungen noch an.

Am Montag hatten Polizei und Staatsanwaltschaft in Köln den Fall Wermelskirchen bekannt gemacht. Die Ermittler sprachen von «unvorstellbarer Brutalität». Unter den Opfern seien Säuglinge und Kinder mit Behinderung. Bislang seien 73 Verdächtige und 33 Opfer identifiziert worden.

Hauptbeschuldigter ist ein 44-jähriger aus Wermelskirchen im Bergischen Land. Er soll im Internet seine Dienste als Babysitter angeboten haben, um Kontakt zu den Kindern zu bekommen. Die Ermittler haben 3,5 Millionen Fotos und 1,5 Millionen Videos sichergestellt. Diese Bilddaten werden nun ausgewertet.