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1. FC Nürnberg will nachlegen: Valentini vor Comeback

Nürnberg (dpa/lby) – Beflügelt vom aufregenden 4:0 in Hannover will der 1. FC Nürnberg nachlegen und in der 2. Fußball-Bundesliga noch etwas näher an die Tabellenspitze klettern. «Dass so ein Sieg die Stimmung etwas verändert, das ist auch klar», berichtete Trainer Damir Canadi aus seiner Mannschaft, die am Sonntag (13.30 Uhr/Sky) den FC St. Pauli erwartet. Nach fünf ungeschlagenen Partien will der «Club» dann erneut jubeln. Mit einem Sieg und entsprechenden Ergebnissen der Konkurrenz könnten die Franken in der Tabelle zu Arminia Bielefeld auf dem Aufstiegs-Relegationsrang aufschließen.

Blenden lassen will sich Canadi von dem Kantersieg bei dem arg kriselnden Mit-Absteiger Hannover 96 nicht. «Am Ende heißt es aber, die Leistung jetzt zu bestätigen», stellte der Österreicher klar. Er will dieselbe Konzentration sehen wie an dem perfekten Montagabend. «Wichtig ist, dass wir auf uns selbst fokussiert bleiben. Wir haben wieder ein schweres Spiel vor der Brust und werden versuchen, auf drei Punkte zu spielen», kündigte Canadi an.

Der Coach erwartet ein spannendes Spiel und erinnerte daran, dass die beiden Teams mit je zwölf Punkten Tabellennachbarn sind. Zudem hat auch St. Pauli seit fünf Partien nicht mehr verloren. «Ich denke, beide Mannschaften werden sehr ambitioniert auftreten.»

Personell ist die Lage in Nürnberg entspannter als beim Gegner aus Hamburg. Der «Club» kann wieder auf Enrico Valentini zurückgreifen. Der 30 Jahre alte Flügelspieler hat einen Muskelfaserriss in den Adduktoren auskuriert und steht vor einem Comeback auf der rechten Seite, wie der Trainer andeutete. Wie genau seine Formation aussehen wird, das verriet Canadi nicht.

Pauli-Trainer Jos Luhukay hat größere Sorgen und muss auf mehrere Leistungsträger verzichten. «Christian Conteh war die gesamte Woche über krank und wird fehlen. Ebenso fällt Kevin Lankford aus. James Lawrence geht es besser, ist aber keine Option», berichtete Luhukay.