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Politischer Aschermittwoch im Zeichen von Corona und Wahl

Passau/Vilshofen (dpa) – Politischer Aschermittwoch im Zeichen der Corona-Krise: Erstmals in der Geschichte findet das traditionelle Politspektakel in diesem Jahr nur online statt. Weil politische Veranstaltungen untersagt sind, sprechen die Hauptredner der Parteien zwar zum Teil an den gewohnten Kundgebungsorten in erster Linie in Niederbayern – aber nicht vor Publikum, sondern nur in Kameras.

Thematisch dürfte die Corona-Krise das alles beherrschende Thema der Reden sein. Zudem werden sich die Blicke aber auch schon auf den ganz langsam nahenden Bundestagswahlkampf richten. Und schon im März werden die Landtage in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz gewählt.

Bei der CSU in der Dreiländerhalle in Passau ist Parteichef und Ministerpräsident Markus Söder der Hauptredner. Neu dort außerdem: Der neue CDU-Vorsitzende und NRW-Regierungschef Armin Laschet wird zugeschaltet. Laschet gilt neben Söder als wahrscheinlichster nächster Kanzlerkandidat der Union – entschieden ist aber nichts.

Bei der SPD wird die Hauptrede von Kanzlerkandidat Olaf Scholz aus dem Wolferstetter Keller in Vilshofen übertragen. Bei den Grünen tritt Parteichefin Annalena Baerbock auf, zudem plant die Partei ein zentrales Event, bei dem auch der Co-Vorsitzende Robert Habeck und Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann sprechen.

Bei der FDP hält Parteichef Christian Lindner die Hauptrede. Bei der Linken stehen die Kandidatin für den Parteivorsitz, Janine Wissler, und Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow vor den Kameras. Bei der AfD spricht unter anderem der Bundestagsabgeordnete Gottfried Curio. Und bei den Freien Wählern tritt der Bundes- und Landesvorsitzende, Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger, auf.

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