Eine Polizistin trägt ein Abzeichen der bayerischen Polizei., © Daniel Karmann/dpa/Symbolbild

Polizei nach Schüssen auf Zeugensuche

Ein 24-Jähriger ist in München auf offener Straße angeschossen worden – und die Polizei steht vor einem Rätsel. Sowohl das Opfer als auch ein Autofahrer, der just zu dem Zeitpunkt vorbeigefahren war, machten wenig hilfreiche Aussagen, wie ein Polizeisprecher am Donnerstag sagte. Erste vorsichtige Hinweise, dass es sich bei dem Vorfall um Drogenkriminalität handeln könnte, hätten sich jedenfalls zunächst nicht bestätigen lassen.

Am Mittwochabend hatten mehrere Anwohner den Notruf gewählt und übereinstimmend von mehreren Schüssen im Stadtteil Milbertshofen berichtet. Eine Streife fand daraufhin einen am Bein verletzten Fußgänger vor – offensichtlich angeschossen. Der Polizei gegenüber machte der 24-Jährige keine zielführenden Angaben. Der Münchner wurde daraufhin in ein Krankenhaus gebracht. Am Tatort fanden die Beamten eine Hülse und mutmaßlich ein deformiertes Projektil.

Außerdem machten sie rasch einen gesuchten Autofahrer in der Nähe seines Wagens ausfindig. «Er hat dann auch zugegeben, dass er da weggefahren ist, als die Schießerei war. Aber es hat sich nichts ergeben, was auf eine Tatbeteiligung schließen lassen würde», sagte der Polizeisprecher.

Der 32-Jährige war der Aufforderungen zum Stehenbleiben allerdings erst nach einem Warnschuss nachgekommen. Er ist der Polizei ebenso wie der Angeschossene in den vergangenen Jahren mit zahlreichen Straftaten in Bezug auf Betäubungsmittel und Körperverletzung aufgefallen. Beide Männer werden nun jedoch vorerst als Zeugen geführt. Die Polizei sucht nun nach weiteren Zeugen.