Polizeibericht für Donnerstag, 12.11.2020

Stadt und Landkreis Coburg

Neustadt bei Coburg - Am Mittwochabend ereignete sich ein Auffahrunfall am Heubischer Kreisel. Gegen 17:20 befuhr ein 74-Jähriger mit seinem schwarzen Audi A6 die Bundesstraße 4 von Thüringen kommend. An der Einfahrt zum Kreisverkehr musste er verkehrsbedingt halten. Der hinter ihm fahrende Pkw bemerkte dies zu spät und fuhr auf den stehenden Audi auf. Der Audi-Fahrer fuhr dann die erste Ausfahrt des Kreisverkehrs wieder aus und hielt in dem Glauben an, dass der Unfallverursacher ihm folgen würde. Dieser fuhr allerdings in eine andere Richtung weiter und kümmerte sich nicht um den entstandenen Schaden in Höhe von ca. 2000 Euro. Die Polizei Neustadt ermittelt jetzt wegen Unfallflucht und bittet um Hinweise auf den anderen Pkw, der auf den schwarzen Audi auffuhr.

 

Coburg/Region - Die oberfränkische Polizei warnt erneut ausdrücklich vor dreisten Betrügern, die sich am Telefon als Polizisten ausgeben, um an das Geld ihrer Opfer zu gelangen. Am Montag kam es wieder zu einer Vielzahl von Anrufen dieser falschen Polizeibeamten. In einem Fall gelang es den Tätern, einen fünfstelligen Eurobetrag zu ergaunern. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen.

Zwischen 20.30 Uhr und 23.30 Uhr häuften sich im Stadtgebiet und Landkreis Kulmbach die Anrufe durch solche falschen Polizeibeamte. Auch aus der Stadt und dem Landkreis Coburg wurden Anrufe der Trickbetrüger gemeldet. In den meisten Fällen versuchen die Anrufer ihre ahnungslosen Opfer davon zu überzeugen, dass bei festgenommenen Einbrechern eine Liste mit Namen und Adressen aufgefunden wurde und darauf auch ihre Adresse stehe. Die angeblichen Kriminalbeamten seien um den Besitz der Angerufenen besorgt und fragen nach vorhandenen Wertgegenständen und Geldbeständen. In einer weiteren Version sei es in der Nachbarschaft zu einem Überfall oder Einbruch gekommen, zu denen die Opfer nun befragt werden sollen. In beiden Fällen handelt es sich jedoch nur um eine Masche, um an Geld zu gelangen.

Bei einem Großteil der Anrufe blieb es am Montag beim erfolglosen Versuch. Eine Rentnerin aus dem Landkreis Coburg konnte gerade noch rechtzeitig von „echten“ Polizisten davon abgehalten werden, einen bereits abgehobenen, hohen dreistelligen Betrag an die falschen Polizisten zu übergeben. Bei einer Frau aus dem Stadtgebiet Kulmbach waren die Betrüger allerdings erfolgreich. Es gelang ihnen einen mittleren fünfstelligen Eurobetrag zu ergaunern. Die Kriminalpolizei Bayreuth hat hierzu die Ermittlungen aufgenommen und bittet um Mithilfe aus der Bevölkerung.

Das Opfer beschrieb den männlichen Geldabholer als südländischen Typ mit dunklen Haaren und kräftiger Statur. Er ist etwa 185 Zentimeter groß und trug einen dunklen Mundschutz sowie dunkle Bekleidung. Zeugen, die in der Nacht zum Dienstag, gegen 2.20 Uhr, diese Person im Kulmbacher Stadtteil Blaich im Bereich der Straße „Ängerlein“ gesehen und/oder verdächtige Fahrzeuge bemerkt haben, werden gebeten sich bei der Kripo Bayreuth unter der Tel.-Nr. 0921/506-0 zu melden

Da es in der jüngeren Vergangenheit immer wieder zu einer auffälligen Häufung dieser Delikte gekommen ist, wiederholt die oberfränkische Polizei folgende Ratschläge:

• Seien Sie misstrauisch bei Anrufen, die Ihre finanzielle und/oder persönliche Situation betreffen.
• Lassen Sie sich nicht von einer vertrauenserweckenden Rufnummer auf dem Display in die Irre führen.
• Lassen Sie sich zeitlich und emotional nicht unter Druck setzen.
• Erkundigen Sie sich nach dem Namen des Anrufers, der Adresse und einer Rückrufnummer. Notieren Sie sich diese Angaben.
• Übergeben Sie niemals Geld an unbekannte Personen.
• Informieren Sie auch ältere Verwandte und Nachbarn von dieser Betrugsmasche.
• Wenn Sie Zweifel haben, sprechen Sie mit Verwandten, dem Ansprechpartner Ihres Kreditinstituts oder informieren Sie die Polizei. In dringenden Fällen wählen Sie den Notruf 110.


Landkreis Kronach

Mitwitz - Am 13. November 2006 wurde der damals 61-jährige Norbert Ottinger in seinem Einkaufsmarkt im oberfränkischen Mitwitz, Landkreis Kronach, von einem bislang Unbekannten getötet. Seit Dezember 2018 arbeiten Spezialisten der Kriminalpolizei Coburg zusammen mit der Staatsanwaltschaft an der Aufklärung des „Cold Case“. Trotz der nochmaligen umfangreichen Ermittlungen konnte der Täter bislang noch nicht festgenommen werden.

Seit rund zwei Jahren arbeitet die „EKO Kreisel - Cold-Case“ erneut an dem Tötungsdelikt und die Ermittler haben dabei nichts unversucht gelassen. Die Beamten veranlassten beim Bayerischen Landeskriminalamt und der Rechtsmedizin Nachuntersuchungen verschiedener, damals gesicherter und zwischenzeitlich von ihnen priorisierter Spuren.
Da sich insbesondere im Bereich der molekulargenetischen Spuren (DNA) im Laufe der Jahre die technischen Möglichkeiten und die wissenschaftlichen Erkenntnisse weiterentwickelt haben, erhofften sich die Kripobeamten insbesondere durch deren Auswertung neue Ermittlungsansätze.
Tatsächlich ist es gelungen ein vollständiges DNA-Muster des mutmaßlichen Täters aus dem Spurenaufkommen herauszufiltern, mit dem es den Ermittlern möglich war, zielgerichtet im In- und Ausland nach dieser Person zu fahnden.
Des Weiteren ist es mit der vorliegenden humanbiologischen Spur möglich, weitere Analysen durchzuführen und somit beispielsweise anhand der mitochondrialen DNA Verwandtschaftsverhältnissen zwischen dem Täter und anderen Personen festzustellen.

Bei ihrer umfassenden Arbeit fokussierten sich die Kriminalbeamten jedoch nicht nur auf einen Täter aus dem näheren Umfeld des Opfers. Auch eine Herkunft insbesondere aus dem osteuropäischen Ausland können sie aufgrund einzelner gewonnener Erkenntnisse nicht ausschließen. Daher veranlassten die Ermittler die Übersetzung eines Presseaufrufes ins Russische, Litauische und Tschechische.
Des Weiteren erhoffen sich die Beamten über Fahndungsplakate mit einem Zeugenaufruf in diesen drei Sprachen Hinweise aus der Bevölkerung. Die Plakate wurden oberfrankenweit, insbesondere im Bereich von Durchgangsstraße, an Tankstellen, Rastanlagen, bei Firmen mit Bezug ins osteuropäische Ausland sowie weiteren relevanten Örtlichkeiten, verteilt beziehungsweise ausgehängt.
Daneben erfolgt ein Abgleich der DNA des mutmaßlichen Täters mit den Datenbanken des europäischen Auslands.

Im Oktober 2019 wurde der Mordfall in der Sendereihe „Aktenzeichen XY ungelöst“ gezeigt. In den Jahren zuvor war das Verbrechen bereits in der Sendung „Kripo Live“ dargestellt worden.

Seit Gründung der „EKO Kreisel - Cold Case“ stießen die Beamten im Rahmen der Ermittlungen internationale Recherchen in 51 Ländern an, bearbeiteten zusätzlich 763 Tatortspuren, entnahmen von weiteren 135 Personen DNA-Proben und unterzogen 161 Todesermittlungsverfahren einer nochmaligen Überprüfung.

Trotz des immensen Aufwandes, der von Seiten der Kriminalpolizei Coburg, der Staatsanwaltschaft Coburg und den zahlreichen Instituten betrieben wurde, konnte der Täter bis heute nicht ermittelt werden. Auch weiterhin wird allen Hinweisen nachgegangen, die in Bezug zu dem Verbrechen stehen könnten, um daraus neue Ermittlungsansätze zur Aufklärung der Tat zu gewinnen.
Die Kriminalbeamten bitten auch weiterhin um Mithilfe bei diesem Fall. Die Belohnung für Hinweise, die zur Aufklärung der Tat oder zur Ergreifung des Täters führen, beträgt 10.000 Euro.

 

Kronach - Ein Mann aus einem Kronacher Stadtteil erstattete bei der Polizei Kronach Strafanzeige wegen Warenbetrugs. Der Geschädigte hatte über eBay-Kleinanzeigen ein Playstation-Spiel „FIFA 21“ im Wert von 30,- Euro gekauft und dieses trotz Zahlung nicht erhalten.

 

Stockheim - Am Mittwochnachmittag gegen 15:30 Uhr kam es in der Sonneberger Straße in Burggrub zu einem Verkehrsunfall mit einer leicht verletzten Person und etwa 6000,- Euro Sachschaden. Ein 33-jähriger Lancia-Fahrer befuhr die Ortsdurchfahrt Burggrub in Richtung B 89. Etwa 400 Meter vor der Einmündung in die Bundesstraße kam der Fahrer alleinbeteiligt nach links von der Fahrbahn ab und landete im Straßengraben. Der Unfall-Fahrer kam mit einem Schock ins Krankenhaus nach Kronach. Sein Pkw musste durch einen Abschleppdienst geborgen und abgeschleppt werden.

 

Kronach - Eine 32-jährige  Kronacherin konnte  am Mittwochmittag einen mehrtägigen Gefängnisaufenthalt gerade noch einmal abwenden. Eine Polizeistreife hatte die mit Haftbefehl gesuchte Frau am Bahnhof verhaftet und im Anschluss mit auf die Polizeiwache genommen. Dort konnte die Frau ihre noch offene Geldstrafe bezahlen und hierdurch den gegen sie bestehenden Haftbefehl abwenden.  

 


Landkreis Lichtenfels

Redwitz - Am späten Mittwochabend wurde ein 38-jähriger Ford-Fahrer in der Hauptstraße einer allgemeinen Verkehrskontrolle unterzogen. Der im Anschluss durchgeführte Drogenschnelltest reagierte positiv, woraufhin die Beamten der Polizeiinspektion Lichtenfels den 38-Jährigen sowie sein Fahrzeug durchsuchten. Hierbei konnten sie einen angerauchten Joint sicherstellen. Den 38-Jährigen erwarten Anzeigen wegen eines Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz und eines Verstoßes gegen das Straßenverkehrsgesetz, hier fahren unter Drogeneinwirkung

 

Lichtenfels - Am Mittwochmorgen gegen 8.30 Uhr stellte eine 33-Jährige ihren Skoda an der Straße „An der Zeil“ ab. Eine Zeugin bemerkte gegen 10.00 Uhr einen Schaden am Außenspiegel des Fahrzeugs der 33-Jährigen und informierte diese umgehend. Die Skoda-Fahrerin erstatte Anzeige bei der Polizeiinspektion Lichtenfels. Der Schaden beläuft sich auf ca. 500 Euro. Zeugen der Fahrerflucht werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 09571/9520-0 mit der Polizeiinspektion Lichtenfels in Verbindung zu setzen.

 

Michelau - Im Zeitraum von Dienstag 19.00 bis Mittwoch 13.30 Uhr trat ein unbekannter Täter gegen die Außenspiegel von drei Fahrzeugen, zwei davon, ein 2er BMW und ein Seat Leon, waren in der Dr.-Martin-Luther-Straße abgestellt und eines, ein 3er BMW, in der Angerstraße.  Durch den Tritt wurden alle drei Spiegel beschädigt und es entstand ein gesamt Sachschaden von ca. 2000 Euro. Zeugen der Sachbeschädigung werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 09571/9520-0 mit der Polizeiinspektion Lichtenfels in Verbindung zu setzen.

 


Landkreis Hildburghausen

Hildburghausen - Ein 20-jähriger Mann befuhr Mittwochabend die Landstraße von Hildburghausen nach Gerhardtsgereuth. Nach einer Rechtskurve verlor er die Kontrolle über seinen VW und geriet ins Schleudern. Er kam mit seinem PKW von der Straße ab und prallte seitlich gegen einen Baum. Der junge Mann verletzte sich und das Auto hatte nur noch Schrottwert.


Landkreis Sonneberg

Sonneberg - Eine von einer 72-jährigen Dame auf der Kofferraumklappe ihres Pkw abgestellte Handtasche entwendeten zwei bisher unbekannte männliche Personen, die mit Mountainbikes unterwegs waren. Der Diebstahl ereignete sich am Dienstagabend gegen 17:30 Uhr auf dem Parkplatz des Toom-Baumarktes in der Neustädter Straße. Zeugen zu dem Vorfall melden sich bitte telefonisch unter der Rufnummer 03675-8750 bei der Polizeiinspektion Sonneberg.

 

Landkreis Sonneberg - Am frühen Donnerstagmorgen kam es zu umfangreichen, polizeilichen Durchsuchungsmaßnahmen an mehreren Standorten in den Landkreisen Sonneberg und Saalfeld-Rudolstadt. Polizeibeamte der Kriminalpolizeiinspektion Saalfeld hatten mit Unterstützungskräften sechs Örtlichkeiten, darunter mehrere Privatanschriften in unterschiedlichen Orten und ein Pflegeheim in Neuhaus am Rennweg, durchsucht. Aufgrund eines anonymen Hinweises Ende des letzten Jahres zu Missständen im Heim waren umfangreiche Ermittlungen durch die Beamten der KPI Saalfeld getätigt worden. Zur Sicherstellung von Beweismitteln, Vernehmungen und Anschlussmaßnahmen bei den Beschuldigten sowie zur Ermittlung weiterer Zeugen wurden dann nach Rücksprache mit der zuständigen Staatsanwaltschaft Durchsuchungsbeschlüsse erwirkt, welche am Donnerstagmorgen vollzogen worden. Gegen insgesamt fünf, ausschließlich weibliche, Beschuldigte wird unter anderem wegen des Verdachts des sexuellen Missbrauchs von Kranken oder Hilfsbedürftigen in Einrichtungen, sexueller Nötigung unter Ausnutzung des gesundheitlichen oder psychischen Gesundheitszustandes, Körperverletzung und Verletzung des höchstpersönlichen Lebensbereiches durch Bildaufnahmen ermittelt. Die bislang bekannten Geschädigten, vier Frauen sowie ein Mann, sind im Alter zwischen 55 und 86 Jahren. Die Ermittlungen und Maßnahmen der KPI Saalfeld dauern an- über die Ergebnisse wird eigenständig nachberichtet. Weitere Angaben können aus ermittlungstaktischen Gründen aktuell nicht gemacht werden.


Hinweis: Die Informationen in der Rubrik "Polizeibericht" stammen von den jeweiligen Polizeidienststellen und wurden redaktionell nicht bearbeitet.