Polizeibericht für Mittwoch, 1.1.2020

Oberfranken-  Rund 260 Einsätze steuerte die Einsatzzentrale der Oberfränkischen Polizei in der Silvesternacht. Die zahlreichen Polizeieinsatzkräfte im Regierungsbezirk hatten mit mehreren Bränden sowie Körperverletzungen, einem versuchten Tötungsdelikt, Streitigkeiten, Sachbeschädigungen und Ruhestörungen viel zu tun. Der Großteil der Oberfranken feierte jedoch friedlich ins neue Jahr.

 

Brände fordern Einsatzkräfte

Ab kurz nach Mitternacht waren zahlreiche Feuerwehreinsatzkräfte bei dem Brand eines Wohnhauses in Lichtenfels vor Ort. Glücklicherweise wurde niemand verletzt. Der Sachschaden liegt nach ersten Schätzungen im unteren sechsstelligen Bereich. Die Kriminalpolizei Coburg hat noch in der Nacht die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen.

In Bamberg, Stadtteil Wunderburg, steckten Unbekannte am Silvesterabend ein auf einem Parkplatz abgestelltes Auto im Frontbereich in Brand. Der Besitzer konnte die Flammen selbst löschen, es entstand jedoch ein Sachschaden von etwa 3.000 Euro. Die Bamberger Kriminalpolizei ermittelt.

Etwa 100.000 Euro Sachschaden ist die Folge eines Feuers, das in den frühen Morgenstunden ein landwirtschaftliches Anwesens in Burgebrach, Ortsteil Ampferbach, Landkreis Bamberg, stark in Mitleidenschaft zog. Auch in diesem Fall hat die Kripo Bamberg die Ermittlungen aufgenommen.

In Effeltrich, Landkreis Forchheim, richtete ein Brand im Keller eines Einfamilienhauses einen Sachschaden von zirka 50.000 Euro an. Zwei Bewohner erlitten eine leichte Rauchgasvergiftung. Der Kriminaldauerdienst aus Bamberg ermittelt.

Eine ausgebrannte Garage in Burgkunstadt, Landkreis Lichtenfels, ist die Konsequenz einer unkontrollierten Silvesterrakete. In den frühen Morgenstunden hatte ein Mann die Rakete gezündet, die in die Garage flog, worauf das Gebäude innerhalb kürzester Zeit in Vollbrand stand. Bei Löschversuchen erlitt eine Person leichte Verletzungen. Es entstand ein Sachschaden von etwa 10.000 Euro. Der Verursacher muss sich wegen fahrlässiger Brandstiftung verantworten.

Gegen 23.15 Uhr setzten vermutlich Böller beziehungsweise Raketen den Balkon und die Fassade eines Hauses in Bamberg in Brand. Bei dem Versuch, die Flammen zu löschen, verletzte sich ein Mann leicht. Insgesamt beträgt der Sachschaden rund 20.000 Euro.

Ein noch Unbekannter warf um Mitternacht in Naila von dem Dach einer Schule Böller auf Passanten. Die Nailaer Polizei ermittelt und sucht Zeugen.

Eine Hecke bei einem Wohnhaus geriet, gegen 0.15 Uhr, in Bad Berneck, Landkreis Bayreuth, in Brand. Zuvor war eine abgeschossene Rakete darin gelandet. Der Sachschaden beläuft sich auf geschätzte 500 Euro.

Bei einigen Personen stellten die Polizisten, trotz aller Warnungen, verbotene Feuerwerkskörper aus Osteuropa sicher. Anzeigen nach dem Sprengstoffgesetz sind die Folge.

 

Mehrere Verletzte bei Auseinandersetzungen

In der Silvesternacht waren die Beamten bei über 30 Einsätzen im Zusammenhang mit Körperverletzungen vor Ort, 39 Menschen wurden verletzt.

In Bamberg erlitt in der Nacht zudem ein Mann bei einer Auseinandersetzung Verletzungen durch ein Messer und musste ins Krankenhaus gebracht werden. Wegen eines versuchten Tötungsdeliktes ermittelt nun die Kriminalpolizei Bamberg.

 

Ein aggressiver Betrunkener leistete um Mitternacht in Forchheim bei seiner Gewahrsamnahme durch Polizisten, mit Schlägen und Tritten erheblichen Widerstand. Drei Beamte trugen Verletzungen davon, einer musste im Krankenhaus ärztlich versorgt werden. An einem Polizeiauto richtete Mann zudem einen Sachschaden von mehreren hundert Euro an.

Nach einer vorangegangenen Streitigkeit mussten Polizisten am Abend in Unterleinleiter, Landkreis Forchheim, einen 31-Jährigen in Gewahrsam nehmen und fesseln. Dabei trat der Mann gegen zwei Beamte und verletze sie leicht.

 

Ruhestörungen, Sachbeschädigungen und Verkehrsdelikte

Bei 23 gemeldeten Ruhestörungen konnten die oberfränkischen Beamten in der Regel rasch Abhilfe schaffen. Darüber hinaus wurden rund 15 Sachbeschädigungen angezeigt, bei denen die Täter einen Gesamtschaden von über 6.000 Euro anrichteten.

Zudem ereigneten sich in der Silvesternacht elf Verkehrsunfälle, mit einer leichtverletzten sowie einer schwerverletzten Person. Der Sachschaden beträgt zirka 46.000 Euro. Auch einige alkoholisierte Verkehrsteilnehmer zogen die Beamten im Regierungsbezirk aus dem Verkehr.

 

Stadt und Landkreis Coburg

 

Coburg – Ein ausgelöster Brandmelder im Bahnhofsgebäude sorgte am Silvesterabend, gegen 22.45 Uhr, für den Einsatz von Feuerwehr und Polizei.
Bislang Unbekannte erlaubten sich einen schlechten Scherz und entzündeten mehrere Feuerwerkskörper im Gebäude, worauf der Alarm auslöste. Die eingesetzte Polizeistreife konnte vor Ort keine Personen mehr antreffen. Ob ein Sachschaden entstanden ist, muss in den nächsten Tagen mit einem Verantwortlichen abgeklärt werden.

Coburg – Den Neujahrsmorgen durfte ein Mann aus Coburg im Klinikum Coburg verbringen, nachdem er vom Dach einer Garage stürzte.
Sprichwörtlich „Glück im Unglück“ hatte der 55-Jährige, als er um Mitternacht mehrere Silvesterraketen auf dem Garagendach eines Anwesens in der Hausleite in Wüstenahorn entzündete und dabei, vermutlich auch aufgrund seiner erheblichen Alkoholisierung, aus knapp drei Metern Höhe herunterfiel und auf dem Rücken landete. Der hinzugerufene Rettungsdienst stellte nur leichtere Verletzungen und Prellungen fest, vorsorglich wurde der Mann ins Klinikum Coburg verbracht, wo er dann die ersten Stunden des neuen Jahres verbringen durfte.

Coburg – Eine Streifenwagenbesatzung der Coburger Polizei kam am Neujahrsmorgen einem 82-jährigen Mann zu Hilfe. Der Coburger war in der Alten Poststraße mit einer mit seinen Habseligkeiten vollbeladenen Schubkarre unterwegs. Aufgrund seines Gesundheitszustandes und den frostigen Temperaturen war er nicht mehr in der Lage, die Karre alleine nach Hause zu schieben. Von Seiten der Polizei wurde der Mann samt seinen in der Schubkarre befindlichen Habseligkeiten sicher nach Hause ins Warme verbracht.

 

Neustadt bei Coburg - In der Silvesternacht lief ein 58-jähriger Neustadter auf der Staatsstraße von Fechheim in Richtung Unterwasungen. Im dichten Nebel wurde er von einem unbekannten Fahrzeug angefahren und zu Boden geschleudert. Der Unfallverursacher entfernte sich dann mit seinem Fahrzeug, ohne sich um den verletzten Mann zu kümmern. Der Fußgänger musste, aufgrund seiner schweren Verletzungen, zur stationären Behandlung ins Krankenhaus verbracht werden. Wer Hinweise auf das flüchtige Fahrzeug geben kann, wird gebeten sich mit der Polizei in Neustadt in Verbindung zu setzen.

 

Neustadt bei Coburg - Am Neujahrsmorgen befuhr ein 36-jähriger Sonneberger mit seinem VW die Bundesstraße von Rödental in Richtung Neustadt. Am „Heubischer Kreisel“ kam er, vermutlich infolge des dichten Nebels, von der Fahrbahn ab und landete im Straßengraben. Das Fahrzeug wurde hierbei im Frontbereich stark beschädigt und musste abgeschleppt werden. Der Fahrer selbst zog sich bei dem Aufprall einen Bruch des Handgelenks zu.

 

Rödental - Am frühen Neujahrsmorgen, gegen 03:40 Uhr, versuchten bislang unbekannte Täter in eine Spielothek am Admira-Center einzubrechen. Hierbei wurde jedoch der Alarm ausgelöst, so dass die Täter ohne Beute flüchten mussten. In der Spielothek entstand ein Sachschaden von ca. 5000 Euro. Wer verdächtige Beobachtungen gemacht hat bzw. Hinweise auf die Täter oder benutzte Fahrzeuge geben kann, wird gebeten sich an die Polizei in Neustadt zu wenden.

Landkreis Kronach

 

Stockheim - Kurz nach Mitternacht vergaß ein 81 jähriger aus einem Ortsteil von Stockheim offensichtlich seine guten Vorsätze für das neue Jahr.
Er packte seinen 34 jährigen Nachbarn am Kragen, weil dieser mehrere Silvesterraketen in die Luft steigen ließ. Der jüngere der beiden Kontrahenten
wurde hierbei leicht verletzt. Das Jahr 2020 beginnt nun für den Senioren mit einem Strafverfahren.

Mitwitz - Am Silvesterabend stand eine Garage in einem Ortsteil von Mitwitz in Vollbrand. Das Feuer konnte durch die hinzugerufene Feuerwehr zügig unter
Kontrolle gebracht werden, so dass keine weiteren Gefahren für Anwohner bestanden. Seitens der Polizei wird zum jetzigen Zeitpunkt von einem technischen
Defekt als Brandursache ausgegangen. Der Sachschaden beläuft sich ersten Schätzungen zufolge auf ca. 5000 Euro.

Wilhelmsthal - Kurz nach Mitternacht wollte ein 17 jähriger aus dem Landkreis Lichtenfels seine Mutter in Wilhelmsthal besuchen. Hierbei traf der Jugendliche auf den neuen
Lebensabschnittsgefährten seiner Mutter, welcher ihm den Zutritt in die Wohnung verwehrte. Aufgrund dessen kam es zum Streit, welcher in einer körperlichen
Auseinandersetzung gipfelte. Die beiden Streithähne wurden hierbei jeweils nur leicht verletzt. Der junge Mann gab anschließend den Versuch auf seine Mutter zu besuchen und wurde durch
hilfsbereite Anwohner zu seinem Vater zurück in den Lichtenfelser Landkreis gefahren. Gegen die beiden Beteiligten wurde ein Ermittlungsverfahren wegen Körperverletzung eingeleitet.

Kronach - Kurz vor 3 Uhr am Neujahrsmorgen wurde ein 36 jähriger aus dem Landkreis Kronach mit seinem Pkw durch eine Streife der Polizei Kronach kontrolliert.
Hierbei stellten die Beamten deutlichen Alkoholgeruch beim Fahrer fest. Die darauffolgende Alkoholmessung erbrachte einen Wert von 0,64 Promille.
Dem Fahrzeugführer drohen nun eine empfindliche Geldbuße sowie ein einmonatiges Fahrverbot.

Landkreis Lichtenfels

 

Lichtenfels - Einen Großeinsatz der Feuerwehr löste kurz nach Mitternacht des Neujahrstages der Brand eines Dachstuhles in einem Mehrfamilienhaus aus. Glücklicherweise blieb es bei Sachschaden, da sich zur Zeit des Brandausbruches keine Personen in dem Gebäude aufhielten. Gegen 00.20 Uhr erhielt die Rettungsleitstelle von einem Anrufer die Mitteilung, dass aus einem Haus Flammen lodern. Beim Eintreffen der Einsatzkräfte wurde zuerst lediglich Rauch aus dem Dachstuhl festgestellt, innerhalb kürzester Zeit entwickelte sich daraus jedoch ein Vollbrand. Den zwischenzeitlich eingetroffenen Feuerwehren aus dem Landkreis gelang es mit rund 100 Einsatzkräften den Brand unter Kontrolle zu bringen. Nahegelegene Nachbarschaftsanwesen wurden nicht in Mitleidenschaft gezogen. Die Brandursache ist derzeit noch unklar, unter Umständen könnten Silvesterraketen den Brand ausgelöst haben. Der entstandene Sachschaden beläuft sich nach ersten Schätzungen im unteren sechsstelligen Bereich. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen.

 

Burgkunstadt - Ein 18-Jähriger ließ in den frühen Morgenstunden an Neujahr eine Rakete steigen, welche allerdings in einer geöffneten Garage explodierte. Es entwickelte sich sehr schnell ein Feuer, welches kurze Zeit später die gesamte Garage erfasst hatte. Bei dem Löschversuch verletzte sich eine Person leicht. Die Feuerwehren aus Burgkunstadt und Altenkunstadt konnten den Brand schnell unter Kontrolle bringen. Der Sachschaden wird auf 40.000€ geschätzt. Gegen den jungen Mann wird nun ermittelt.

 

Altenkunstadt - In der Nacht vom 30.12. auf 31.12. beschädigte ein bislang unbekannter Täter einen im Hetzenweg (Woffendorf) abgestellten Seat Leon. Dabei entstand eine Delle im Kofferraum. Der Sachschaden beläuft sich auf 1000€. Sachdienliche Hinweise nimmt die Polizei in Lichtenfels unter der Telefonnummer 09571/95200 entgegen.

Landkreis Hildburghausen

 

Römhild - Zeugen beobachteten am 31.12.2019 um 20:30 Uhr wie eine Person einen Feuerwerkskörper in den Fuß eines Verkehrsschild steckte. Als dieser explodierte kam es zu einem Sachschaden. Ein Zeuge konnte den Beamten die Person beschreiben und die Adresse in der die Person feiern soll. Als die Beamten den Täter aus dem Haus vor die Tür begleiten wollten, um seine Personalien festzustellen wurde dieser handgreiflich. Nachdem noch ein weiterer Gast versuchte gegen die Beamten vorzugehen mussten diese Pfefferspray einsetzen. Vor dem Haus kam es im Anschluss zu Beleidigungen gegen die Beamten. Die Täter wurden zweifelsfrei identifiziert und mehrere Anzeigen gefertigt. 

 

Römhild - Ein brennender Baum wurde der Feuerwehr am 31.12.2019 um 15:00 Uhr in Römhild gemeldet. An der Straße "Am großen Gleichberg" wurde durch einen bislang unbekannten Täter ein hohler Baum durch Feuerwerkskörper in Brand gesteckt. Der Baum wurde durch die Feuerwehr gelöscht.

 

Masserberg - Der erste Einsatz des neuen Jahres führte die Beamten der Polizei Hildburghausen nach Masserberg. Um 02:17 Uhr meldete das Personal einer Klinik in Masserberg einen Patienten, der mit einem Feuerlöscher das Personal bedroht. Die Beamten stellten vor Ort einen 28 jährigen Polen fest, der den Inhalt eines Feuerlöschers in einem Zimmer der Klinik entleert hatte. Da sprachliche Barrieren vorlagen und der junge Mann deutlich alkoholisiert war, wurde er zur Unterbindung weiterer Straftaten in Gewahrsam genommen. Den Rest der Nacht verbrachte er in der Gewahrsamzelle der Polizei Hildburghausen.

Landkreis Sonneberg

 

 

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