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P&R-Gläubiger können auf eine Milliarde Euro hoffen

München (dpa) – Gut ein Jahr nach der Milliarden-Pleite der Containervermietung P&R hat Insolvenzverwalter Michael Jaffé gute Nachrichten für die 54 000 Gläubiger: Nach Abschluss einer Vergleichsvereinbarung wollten er und seine Kollegen mit der Vermietung der Containerflotte und Verkäufen in den kommenden Jahren «über eine Milliarde Euro erwirtschaften» und an die Gläubiger verteilen, teilte Jaffé am Mittwoch in München mit. Bis Ende dieses Jahres dürften schon 250 Millionen Euro eingenommen sein.

P&R hatte Kapitalanlegern Beteiligungen an 1,6 Millionen Containern verkauft, von denen aber nur ein Drittel existierte. Die Staatsanwaltschaft sah «Merkmale eines Schneeballsystems», der Firmengründer wurde wegen Betrugs angeklagt, aber weil er schwer krank ist, kommt es nicht mehr zum Prozess.

Die Forderungen der Anleger belaufen sich laut Jaffé auf «etwas über drei Milliarden Euro». Die Entscheidung, die Container weiter zu verwerten und keinen Notverkauf vorzunehmen, habe sich als richtig erwiesen: «Wären die Strukturen zusammengebrochen, wären die Gläubiger leer ausgegangen.»