Präsidentschaftswahl im BFV: Amateurfußball stärken

Die drei Kandidaten um das Präsidentschaftsamt im Bayerischen Fußball-Verband (BFV) wollen im Falle ihrer Wahl versuchen, das Image des Amateurfußballs zu verbessern. Nur so könnten etwa wieder mehr Haupt-und Ehrenamtliche für Tätigkeiten in den Vereinen begeistert werden, waren sich Christian Bernkopf (Betreuer Landesliga Südost), Christoph Kern (Bezirks-Vorsitzender Schwaben) und Robert Schraudner (Vize-Präsident, Bezirks-Vorsitzender Oberbayern) in einer Medienrunde am Mittwoch einig.

«Wir müssen uns als Amateurfußball ein Stück weit vom Profifußball emanzipieren», forderte Schraudner. Denn Amateurfußball sei eine andere Geschichte als «das geldgetriebene Profigeschäft». Um dieses Ziel zu erreichen, brauche es etwa eine bessere, «modernere» Kommunikation mit den Vereinen, meinte Kern.

Auf dem Verbandstag am 24. und 25. Juni fällt im niederbayerischen Bad Gögging die Entscheidung darüber, wer auf Rainer Koch folgt. Dieser hatte erklärt, nicht mehr zu kandidieren. Den Entschluss hatte der Jurist dem BFV-Vorstand bereits am 12. März nur wenige Stunden nach dem Bundestag des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) angekündigt.

Dort war Koch nicht wieder in das Präsidium gewählt worden. Er gehörte insgesamt 15 Jahre lang dem DFB-Präsidium als Vize-Präsident an. Koch hatte den Verband als 1. Vizepräsident in den vergangenen Jahren gleich dreimal interimsmäßig geführt, nachdem Wolfgang Niersbach, Reinhard Grindel und zuletzt Fritz Keller jeweils vorzeitig vom Amt des Präsidenten zurückgetreten waren.

Der BFV-Verbandstag ist das höchste Beschlussgremium des Bayerischen Fußball-Verbandes und findet regulär alle vier Jahre statt. Auf dem Verbandstag wählen die Vereinsvertreter, die die Mehrheit stellen, und die auf den vorangestellten Kreis- und Bezirkstagen gewählten Vertreter den Präsidenten und Kandidaten für weitere Ämter und stimmen über grundlegende Anträge ab.