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Prostituiertenmord vor 25 Jahren wird ab Dezember verhandelt

Augsburg (dpa/lby) – Vor dem Augsburger Landgericht wird ab 6. Dezember ein Prostituiertenmord aus dem Jahr 1993 verhandelt. Angeklagt ist ein 50 Jahre alter Mann. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm nicht nur Mord wegen des Gewaltverbrechens vor einem Vierteljahrhundert vor. Er ist auch angeklagt, weil er im Jahr 2017 eine Frau aus seinem privaten Umfeld vergewaltigt haben soll.

Die Strafkammer hat bis Ende April 2019 zunächst 30 weitere Verhandlungstage geplant. Wie ein Gerichtssprecher am Donnerstag berichtete, sollen 124 Zeugen und 3 Sachverständige vernommen werden.

Die Kripo hat den Angeklagten im November 2017 aufgrund neuer Spuren im Fall der ermordeten 36-Jährigen festgenommen. Der Mann hat damals bei den Vernehmungen die Tat jedoch bestritten.

Die Kriminalpolizei hatte im vergangenen Jahr eine Ermittlungsgruppe gebildet, um den sogenannten Cold Case zu lösen. Auch neue DNA-Spuren sollen bei der Lösung des Falls eine Rolle gespielt haben. Details zu dem Verbrechen nannte die Staatsanwaltschaft nicht.

Nach der Berichterstattung aus den 1990er Jahren wurde am 25. September 1993 die Leiche der Frau in einem Straßengraben in Gessertshausen (Landkreis Augsburg) entdeckt. Die Augsburger Prostituierte war erschlagen worden. Ein 16-Jähriger hatte die Tote bei einem Spaziergang entdeckt. Neben der Frau lag ein 20 Zentimeter langer Möbelfuß aus Holz, mutmaßlich die Tatwaffe. Die Polizei ging davon aus, dass der Fundort nicht der Tatort war.