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Prozess um totgefahrene Frau wird im September fortgesetzt

Würzburg/Eisenheim (dpa/lby) – Das Berufungsverfahren um eine totgefahrene 20-Jährige aus dem Landkreis Würzburg wird ab dem 21. September fortgesetzt. Bisher seien sieben Verhandlungstermine vorgesehen, sagte ein Sprecher des Landgerichts Würzburg am Mittwoch. 

Die junge Frau wurde im April 2017 auf einer Ortsstraße bei Untereisenheim bei Würzburg von einem Auto erfasst. Der Fahrer war offenbar betrunken. Mit den drei weiteren Insassen kam er von einem Weinfest. Die vier Angeklagten waren den Ermittlern zufolge nach dem Aufprall weitergefahren.

In erster Instanz bekamen die drei Mitfahrer wegen unterlassener Hilfeleistung Geldstrafen auferlegt. Der Hauptangeklagte wurde wegen seines Alkoholrausches für schuldunfähig erklärt. Das Urteil lautete auf fahrlässigen Vollrausch – statt wie in der Anklage zunächst gefordert fahrlässige Tötung. Der Fahrer bekam eine Geldstrafe von 5000 Euro und ein Jahr Fahrverbot.

Nach dem Urteil entfachte sich eine Debatte über den sogenannten Vollrauschparagrafen und die strafmildernde Auswirkung von Alkoholkonsum.

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