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Publizistin Rachel Salamander wird mit Heine-Preis geehrt

Düsseldorf (dpa/lnw) – Die Publizistin Rachel Salamander (72) wird heute mit dem renommierten Heine-Preis der Stadt Düsseldorf ausgezeichnet. Die Laudatio auf die Literaturwissenschaftlerin hält Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier.

Salamander habe maßgeblich zum Wiederaufbau des jüdischen intellektuellen Lebens nach dem Zweiten Weltkrieg in Deutschland beigetragen, hatte es in der Begründung der Jury geheißen. Mit ihren Buchhandlungen habe Salamander die jüdischen Autoren, deren Bücher einst verbrannt worden waren, in den Kanon deutscher Literatur zurückgeholt.

Die in München lebende Salamander eröffnete in der bayerischen Landeshauptstadt 1982 unter dem Namen «Literaturhandlung» eine Fachbuchhandlung für Literatur zum Judentum. Mittlerweile gibt es Zweigstellen in mehreren deutschen Städten. Das Stammhaus ist inzwischen in das Jüdische Museum München gezogen.

Geboren wurde Salamander 1949 in einem «Displaced Persons Camp» für Überlebende des Holocaust im bayerischen Deggendorf. Sie studierte Germanistik, Philosophie und Romanistik an der Ludwig-Maximilian-Universität in München. Seit 2015 ist die mehrfach ausgezeichnete Salamander Aufsichtsratsmitglied im Suhrkamp Verlag.

Der ursprünglich im Dezember 2020 geplante Festakt in Düsseldorf musste wegen der Corona-Pandemie verschoben werden. Die Verleihung findet im Schauspielhaus statt. Der mit 50.000 Euro dotierte Heine-Preis ist nach dem in Düsseldorf geborenen Dichter Heinrich Heine (1797-1856) benannt. Zu den Preisträgern gehören Carl Zuckmayer, Sebastian Haffner, Walter Jens, Max Frisch, Elfriede Jelinek, Amos Oz und Simone Veil.

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