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Regensburg mit «unnötigem» Punktverlust

Regensburg (dpa/lby) – Nach zwei bemerkenswerten Siegen gegen starke Zweitliga-Vertreter musste sich der SSV Jahn Regensburg diesmal notgedrungen mit einem Remis gegen einen Abstiegskandidaten begnügen. «Wir haben jetzt 37 Punkte. Das ist in Schlagdistanz zu unserem Saisonziel von 40 Punkten. Das nehmen wir mit», sagte Trainer Achim Beierlorzer nach dem 1:1 (1:0) gegen den MSV Duisburg. «Aber es war unnötig, dass wir nicht als Sieger vom Platz gehen. Wir haben zu viele Situationen liegengelassen», ergänzte Beierlorzer.

Jahn-Stürmer Hamadi Al Ghaddioui schoss die Gastgeber am Samstag in Führung (39.). Kevin Wolze sorgte an seinem 29. Geburtstag mit einem verwandelten Foulelfmeter in der 67. Spielminute für das insgesamt glückliche Remis der Gäste. Bei den 2:1-Erfolgen gegen den Aufstiegsfavoriten Hamburger SV und beim 1. FC Heidenheim hatten sich die Oberpfälzer zuvor geschickter angestellt.

«Ich hätte gerne einen Dreier für unsere Fans und für uns auf dem Konto verbucht. Aber dann müssen wir in solchen Spielen auch einfach mal mit einem Punkt zufrieden sein», erklärte Beierlorzer pragmatisch. Mit 37 Zählern belegt der Jahn Rang acht. Duisburg steht mit 21 Punkten weiterhin auf Relegationsrang 16.

Der Jahn war die offensiv aktivere Mannschaft, brauchte aber eine Anlaufzeit, um sich mit dem Tor von Al Ghaddioui zu belohnen. Der Angreifer versetzte nach einem feinen Zuspiel von Sargis Adamyan MSV-Verteidiger Enis Hajri und schloss erfolgreich ab. Nach einer Ecke hätte Al Ghaddioui fast noch vor der Pause das 2:0 nachgelegt, aber MSV-Torwart Felix Wiedwald hielt den Kopfball.

«Wir haben einen überragenden Felix Wiedwald gehabt, der uns den Punkt festgehalten hat», dankte Gäste-Torschütze Wolze. Mit einem weiteren Reflex bei einem Schuss von Al Ghaddioui aus sechs Metern hielt Wiedwald die Gäste nach der Pause im Spiel (61.).

Die Duisburger verstärkten in der Schlussphase die Offensivbemühungen. Ein Foul von Torwart Philipp Pentke an MSV-Angreifer John Verhoek nach einer Flanke führte zum Strafstoß, den Wolze nervenstark verwertete. Der herausragende Wiedwald rettete das Remis mit einer weiteren Parade bei einem Schuss aus kurzer Distanz von Jahn-Kapitän Marco Grüttner (84.).

Coach Beierlorzer bescheinigte seiner Mannschaft auch ohne weiteren Sieg «eine sehr gute Tendenz. Die wollen wir unbedingt beibehalten.» Der 51-Jährige blickte schon auf das Derby am 18. März gegen Fürth voraus. «Das nächste Mal wollen wir den Dreier wieder holen.»