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Rummenigge fühlt mit Sané und erinnert an Robben

München (dpa) – Der frühere Bayern-Chef Karl-Heinz Rummenigge fühlt sich bei den Pfiffen gegen Fußball-Nationalspieler Leroy Sané beim Bundesligaspiel der Münchner gegen den 1. FC Köln an einst ablehnende Fan-Reaktionen gegen Arjen Robben erinnert. Das Fan-Verhalten gegen den zur Pause nach einer schwachen Leistung ausgewechselten Sané habe ihm «nicht gefallen», sagte Rummenigge am Montag bei Bild TV.

«Ich habe Mitleid mit ihm», sagte Rummenigge: «Er bemüht sich, hat aber kein Selbstvertrauen. Er hat keine gute EM gespielt. Mit seiner Ablöse und Gehalt kommt die Kritik der Fans langsam hoch…»

Rummenigge fühlte sich am Sonntag «im Stadion an das Jahr 2012 erinnert». Robben fiel damals bei einem Teil der Fans in Ungnade, nachdem er im verlorenen Champions-League-Finale daheim gegen den FC Chelsea einen Elfmeter verschossen hatte. Zuvor hatte er bereits in der Bundesliga im Topspiel gegen den späteren Meister Borussia Dortmund einen wichtigen Elfmeter vergeben. In einem Versöhnungsspiel zwischen den Bayern und der niederländischen Nationalmannschaft wurde Robben danach in der Allianz Arena von Bayern-Anhängern ausgepfiffen.

Der «todtraurige» Robben sei damals fast so weit gewesen, um seine Freigabe zu bitten, berichtete Rummenigge (65), der bis vor kurzem Vorstandschef des FC Bayern war. Der Verein hielt zu Robben, der ein Jahr später die Münchner in London zum Champions-League-Triumph im Finale gegen Borussia Dortmund schoss. Fortan war der bis 2019 für Bayern spielende Robben ein Liebling der Münchner Fans.

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