Ein Blaulicht leuchtet auf dem Dach eines Einsatzfahrzeugs der Feuerwehr., © Robert Michael/dpa-Zentralbild/ZB/Symbolbild

Baufahrzeuge brennen lichterloh – Brandstiftung vermutet

Mehrere Baufahrzeuge und Arbeitsgeräte sind in der Nacht zum Montag in München in Flammen aufgegangen. Es gebe Hinweise und Spuren, die in Richtung Brandstiftung deuteten, sagte ein Polizeisprecher. «Auf einen Schlag» hätten fünf auf einem Gelände nahe von Bahngleisen abgestellte Fahrzeuge gebrannt. Der Schaden belaufe sich «ganz sicher» auf mehrere 100 000 Euro. Die Feuerwehr sprach von einem Sachschaden «mindestens im hohen sechsstelligen Bereich».

Die Motivlage sei unklar – zumal bisher unklar ist, welche Baustellen betroffen sind. «Wo die Baufahrzeuge eingesetzt worden wären, wissen wir nicht», sagte der Polizeisprecher. Die Polizei blickte allerdings eher Richtung linkes Spektrum. Das Kommissariat 43 (für politisch motivierte Kriminalität – Links) habe die weiteren Ermittlungen übernommen.

Rund 100 Einsatzkräfte der Berufsfeuerwehr und der Freiwilligen Feuerwehr München kämpften gegen die Flammen. Mehrere Zeugen hatten gegen 3.00 Uhr früh den Notruf gewählt und den Brand auf dem für Logistikzwecke genutzten Gelände gemeldet.

Meterhohe Flammen züngelten in den Nachthimmel, als die Feuerwehr an der Lagerstätte im Münchner Südwesten eintraf, wie deren Pressestelle berichtete. Einige große Kabeltrommeln, Fahrzeuge und Geräte brannten lichterloh.

Um ein Übergreifen des Brandes auf den nahen Baumbestand zu verhindern, sei teilweise auch Löschschaum eingesetzt worden, erläuterte die Feuerwehr. Wegen starken Rauchs wurde die angrenzende Bahnstrecke für etwa eine Stunde gesperrt. Nach einer Stunde meldete der Einsatzleiter «Feuer aus». Die Nachlöscharbeiten dauerten zunächst an.