Alfons Schuhbeck, Koch und Unternehmer., © Matthias Balk/dpa/Archivbild

Schuhbeck tauscht Anwälte aus und hält an Revision fest

Der wegen Steuerhinterziehung in Millionenhöhe verurteilte Star-Koch Alfons Schuhbeck (73) hat seine Anwälte ausgetauscht und will an der Revision gegen sein Urteil festhalten. Die beiden bisherigen Verteidiger hätten «das Mandat im allseitigen Einvernehmen beendet und sind insoweit nicht mehr für Herrn Schuhbeck tätig», teilte ein Sprecher von Schuhbeck am Freitag mit. «Nach Prüfung der schriftlichen Urteilsbegründung hat Herr Alfons Schuhbeck fristgerecht entschieden, dass die Revision gegen das Urteil (…) fortgesetzt werden soll.»

Der Gastronom hatte angekündigt, seine Revision gegebenenfalls zurückzunehmen, sobald er die schriftliche Urteilsbegründung geprüft habe. «Sollten die schriftlichen Gründe das Landgerichtsurteil tragen, werde ich meine Anwälte bitten, die Revision im Zweifel zurückzunehmen», sagte er Anfang November. Am Freitag lief nach Gerichtsangaben die Frist für die Begründung der Revision ab.

Schuhbecks neuer Anwalt ist nach Angaben seines Sprechers Ali B. Norouzi aus Berlin, der als Spezialist für Revisionsverfahren gilt. Wie er die Revision begründet, blieb zunächst unklar. «Wir bitten um Verständnis, wenn wir aus Respekt vor dem Bundesgerichtshof die Begründung dem Gericht direkt vortragen und nicht über die Medien kommunizieren wollen», teilte Schuhbecks Sprecher mit. «Unberührt von der Entscheidung, die Revision fortzuführen, sind die Bemühungen von Herrn Schuhbeck, den Schaden in voller Höhe wieder gutzumachen.»

Schuhbeck hatte auch nach seiner bisher nicht rechtskräftigen Verurteilung weitergearbeitet. Allerdings ist er nicht mehr so beschäftigt wie vorher. Seine Karriere als Fernsehkoch ruht fürs Erste. Nachdem der Bayerische Rundfunk (BR) Sendungen mit ihm aus dem Programm genommen hatte, hatte auch ZDF nach dem Urteil angekündigt, ihn zunächst nicht mehr in der Show «Die Küchenschlacht» auftreten zu lassen.

Schuhbecks Restaurant «Südtiroler Stuben», in dem er zugegebenermaßen Geld hatte verschwinden lassen, ist inzwischen geschlossen. Silvester war dort der letzte Tag. «Wir schauen zurück auf wunderbare 20 Jahre», hieß es auf der Internetseite des Restaurants. «Auch wenn es das Lokal nicht mehr gibt, soll dies kein Abschied für immer sein.»