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Schwache Geschäfte: Osram streicht Jahresziele zusammen

München (dpa) – Der Lichtkonzern Osram streicht wegen schwacher Geschäfte und des schwachen US-Dollar seine Erwartungen an das laufende Geschäftsjahr zusammen. Der Umsatz dürfte im Geschäftsjahr bis Ende September auf vergleichbarer Basis nur noch um 3 bis 5 Prozent wachsen, teilte das MDax-Unternehmen am Dienstagabend nach Börsenschluss mit. Bisher hatte der Vorstand ein Plus von 5,5 bis 7,5 Prozent erwartet. Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (bereinigtes Ebitda) soll statt 700 Millionen jetzt nur noch rund 640 Millionen Euro erreichen.

Damit schätzt das Management die Entwicklung auch deutlich schlechter ein als von Analysten erwartet. Im zweiten Geschäftsquartal erzielte Osram nach vorläufigen Zahlen einen Umsatz von 1,01 Milliarden Euro, das entspricht auf vergleichbarer Basis einem Plus von 1,8 Prozent.

Zudem kündigte das Unternehmen zusätzliche Belastungen im Zuge eines «Umbaus der Beschäftigungsstruktur» an, um seine Wettbewerbsfähigkeit zu sichern. Der Vorstand werde nun Gespräche mit den Arbeitnehmervertretern führen. Die Maßnahmen könnten vor Steuern zu einem Sonderaufwand von 60 bis 70 Millionen Euro führen. Dieser sei in der gekappten Jahresprognose noch nicht enthalten.