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Serie von Bränden und Einbrüchen in Schwaben aufgeklärt

Memmingen/Buxheim (dpa/lby) – Die Polizei in Schwaben hat voraussichtlich eine seit Ende September 2020 andauernde Serie von Einbrüchen und Bränden aufgeklärt. Zwei 17 und 19 Jahre alte Männer sollen demnach für die Taten in Memmingen und im benachbarten Buxheim (Kreis Unterallgäu) verantwortlich sein. Beide befänden sich zwischenzeitlich in Haft, teilte die Polizei am Donnerstag mit.

Dem Duo werden 18 Einbrüche, überwiegend in Kindergärten, Schulen, Vereinsheimen und Schrebergartenhütten vorgeworfen. Sie sollen außerdem für das Feuer im Buxheimer Sportheim verantwortlich sein. Dabei wurde das Gebäude nahezu vollständig zerstört. Die Polizei geht davon aus, dass die Männer mit dem Feuer ihre Einbruchsspuren vertuschen wollten. Außerdem sollen sie mehrere Gartenhütten angezündet haben.

Neben Bargeld hatten es die Tatverdächtigen den Angaben nach bei ihren Beutezügen auf Elektroartikel und Haushaltsgegenstände abgesehen. Den Wert der Beute bezifferte die Polizei auf 11 000 Euro. Durch die Einbrüche und die Brände sei ein Schaden in Höhe von 235 000 Euro entstanden.

Zum Verhängnis sei den Männern die akribische Spurensicherung geworden, erläuterte ein Polizeisprecher. Der 19-Jährige wurde auf frischer Tat festgenommen, als er in eine Tankstelle einbrechen wollte.

Die Polizei ermittelt nun, ob das Duo Helfer hatte. Die beiden Männer hätten sich bislang nicht zu den Vorwürfen geäußert. Beide seien wegen anderer Delikte bereits polizeibekannt.

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