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Sicherheit von Bahnübergang nach Unfall auf Prüfstand

Bruckberg (dpa/lby) – Nach dem Bahnunfall mit zwei toten Schülern in Niederbayern soll Mitte November ein Ortstermin mit Vertretern von Gemeinde, Landratsamt, Bahn und Bundespolizei stattfinden. Die Teilnehmer wollen an der Unglücksstelle in Bruckberg (Landkreis Landshut) beraten, ob zusätzlich etwas für die Sicherheit an dem Bahnübergang unternommen werden könnte.

Bei dem Unfall vor drei Wochen hatten zwei 13 und 17 Jahre alte Brüder trotz geschlossener Schranke die Gleise überqueren wollen, um die am Bahnsteig wartende Regionalbahn zur Schule zu erreichen. Dabei wurden sie von einem durchfahrenden Zug erfasst und getötet. Ein dritter Bruder überlebte. Die Ermittler gehen nach Polizeiangaben weiterhin von einem Unfall ohne Fremdverschulden aus.

Bürgermeister Rudolf Radlmeier sagte, der Bahnübergang sei zwar mit einer Schranke gesichert, jedoch zwängten sich wohl immer wieder Schüler verbotenerweise hindurch. Weitere Optionen wären Schülerlotsen oder eine Bahnüber- oder -unterführung. Die Bundespolizei will jedenfalls mit zusätzlichen Präventionsveranstaltungen in umliegenden Schulen auf Gefahren an Gleisen hinweisen.

«Letztlich können wir nur an die Selbstverantwortung appellieren», so Radlmeier. Ein Bahnsprecher sagt: «So groß die Tragik dieses Unfalles auch ist – wir können nur sagen: Niemals bei geschlossener Schranke über die Gleise laufen.» Die Anteilnahme der Gemeinde am Schicksal der Familie sei weiterhin groß, sagt der Bürgermeister.