Blick auf Skisprungschanzen für Profis (l-r), Anfänger und Fortgeschrittene., © picture alliance/Nicolas Armer/dpa/Archivbild

Skispringen auch im Sommer: Seit 65 Jahren im Fichtelgebirge

Skispringen an Pfingsten? Im Frühsommer statt im tiefsten Winter? Das klingt immer noch recht exotisch. Und erst recht war das vor 65 Jahren so. In Bischofsgrün (Landkreis Bayreuth) fand damals der erste Skisprung-Wettkampf auf Matten im Sommer statt, wie Klaus Purucker vom Skiclub Bischofsgrün sagte. Nur in Oberhof in der damaligen DDR war man schneller gewesen – und hatte früher eine Schanze sommertauglich gemacht.

Zum Pfingstspringen 1957 seien 20.000 Zuschauer an die Ochsenkopfschanze gekommen, sagte Purucker. Das Jubiläum wird an diesem Sonntag in Bischofsgrün natürlich mit einem Skisprung-Wettbewerb gefeiert. Skispringerinnen und Skispringer überwiegend aus Thüringen, Sachsen und Nordbayern werden erwartet.

Laut Purucker ist es bei neueren und umgebauten Schanzen üblich, den Aufsprungbereich von Skisprung-Schanzen mit Kunststoffmatten zu belegen, damit auch im Sommer Trainingseinheiten und Wettkämpfe durchgeführt werden können. Nach dem Mattenbelag in Bischofsgrün seien aber in den folgenden beiden Jahrzehnten zunächst kaum Schanzen mit Matten belegt worden.

Die drei Skisprung-Schanzen, die heute am Fuße des Ochsenkopfes stehen, dienen vor allem als Trainingsstätten des Landesleistungszentrums nordischer Disziplinen im Fichtelgebirge.