© Peter Kneffel

Söder: Corona-Marathonsitzungen erschweren Krisenmanagement

München (dpa) – Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hat die Arbeitsweise von der Ministerpräsidentenkonferenzen (MPK) mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) in der Corona-Krise massiv kritisiert. «MPks, die 15 Stunden dauern, bei denen dann die wesentlichen Entscheidungen zwischen ein und drei Uhr nachts gefällt werden, bergen die Gefahr, dass am Ende nicht alle Details geklärt sind und damit auch Kommunikation, gerade auch bei so sensiblen Fragen, schwieriger wird», sagte der CSU-Chef am Dienstag nach einer Sitzung des Kabinetts in München. Das Verfahren von Bund und Ländern müsse sich deutlich verbessern und «effektiver werden».

«Ich bin aber ohnehin für mehr Transparenz. Ich glaube, dass jede dieser Schalten, wie wir sie haben, besser gleich öffentlich ist», betonte Söder. Dies würde auch zu «mehr Einsichtsfähigkeit» in die Entscheidungen führen.

Bund und Länder hatten in der Nacht auf Dienstag rund 15 Stunden lang um den weiteren Corona-Kurs gerungen. Zwischenzeitlich hatte es dabei wegen inhaltlicher Differenzen auch Befürchtungen gegeben, dass die Videokonferenz ohne Ergebnis abgebrochen werden muss.

© dpa-infocom, dpa:210323-99-937758/2