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Kohnen greift Söder wegen Familiengeld an: «schamlos»

Abensberg (dpa/lby) – SPD-Spitzenkandidatin Natascha Kohnen hat Ministerpräsident Markus Söder (CSU) für dessen Vorgehen beim Familiengeld scharf angegriffen. Söder habe im April ein Familiengeld versprochen – wohlwissend, dass dieses auf Hartz IV angerechnet werden muss. «Söder wusste das! Und was macht der Ministerpräsident Schamloses? Er treibt sein Familiengeld voran», sagte Kohnen am Montag beim Gillamoos-Volksfest im niederbayerischen Abensberg.

Nun bekämen Hartz-IV-Empfänger ein Familiengeld, das sie kurz vor Weihnachten wieder zurückzahlen müssten. Das sei Söder jedoch egal vor der Wahl, sagte Kohnen. «Das ist unanständig.»

Auch SPD-Chefin Andrea Nahles verurteilte Söders Vorstoß beim Familiengeld. Es klinge gut, aber es werde zum Boomerang für die Familien, die Hartz IV beziehen. «Wer Sachen verspricht, die nicht zu halten sind, der ist an dieser Stelle absolut unseriös.» Das Familiengeld müsse von Hartz-IV-Empfängern kurz vor Weihnachten zurückgegeben werden. «Diese Weihnachtsbescherung ist übel.»