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Söder: Testpflicht bei Einreise hätte früher kommen müssen

Berlin (dpa) – Die von Bund und Ländern beschlossene Testpflicht bei der Einreise nach Deutschland aus einem ausländischen Risikogebiet hätte aus Sicht von Bayerns Ministerpräsident Markus Söder bundesweit früher eingeführt werden müssen. Bayern und andere Grenzländer hätten seit längerer Zeit auf das Problem hingewiesen, betonte der CSU-Chef am Dienstagabend nach Beratungen von Bund und Ländern in Berlin. Einreisen aus ausländischen Risikogebieten stellten ein großes Risiko dar, auch weil dort oft nicht so strenge Corona-Regeln gälten.

Wer aus einem ausländischen Risikogebiet einreist, muss sich künftig bei der Einreise testen lassen oder in den 48 Stunden davor. Die Pflicht zu einer zehntägigen Quarantäne, die ab dem fünften Tag durch einen negativen Test beendet werden kann, bleibt bestehen. In Bayern gilt diese Regelung schon länger.

Am Dienstag war bekannt geworden, dass die bayerische Grenzpolizei 1300 Reisende aus Risikogebieten an Gesundheitsämter gemeldet hatte, da diese weder einen negativen Corona-Test noch eine Einreise-Anmeldung vorlegen konnten.

Vom 29. Dezember bis einschließlich 3. Januar wurden demnach rund 10 000 Einreisende an den Grenzen des Freistaats sowie an den Flughäfen Nürnberg und Memmingen kontrolliert. Für etwa 4000 von ihnen habe eine Testpflicht bestanden, ein negatives Ergebnis konnten aber bei der Einreise nur rund 1400 vorlegen. Rund 1300 Personen konnten den Angaben zufolge eine Einreise-Anmeldung vorlegen.