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Software-Anbieter Datev profitiert von Heimarbeit

Nürnberg (dpa/lby) – Deutschlands größte Software-Genossenschaft Datev profitiert vom Trend zur Heimarbeit in der Corona-Krise. Das auf Software für Personalwirtschaft, Rechnungswesen und Steuerberater spezialisierte Unternehmen steigerte den Umsatz im vergangenen Jahr um 5,1 Prozent auf knapp 1,16 Milliarden Euro, wie Vorstandschef Robert Mayr am Donnerstag in Nürnberg berichtete. «Datev ist stabil und erfolgreich durch das Coronajahr 2020 gekommen.» Die Zahl der Kunden stieg um 55 500 auf 405 500.

Als Beispiel nannte das Unternehmen den Datenaustausch zwischen Steuerberatern und deren Mandanten: So stieg die Zahl der Unternehmen, die online Belege mit ihren Steuerberatern austauschen, um 170 000 auf 615 000. Datev ist ein großer Anbieter von Gehaltsabrechnungen, in dieser Hinsicht machte sich die Corona-Krise bemerkbar. Das Unternehmen rechnete 157 Millionen Löhne und Gehälter ab, 3 Millionen weniger als im Vorjahr. Unter der Pandemie litt auch das Geschäft mit Beratung und Seminaren, von denen viele nicht stattfinden konnten.

Dennoch überwogen die positiven Effekte: Das Betriebsergebnis stieg um 11 Millionen auf 71,6 Millionen Euro. Genossen der Datev sind Steuerberater, Anwälte und Wirtschaftsprüfer, die in diesem Jahr mit einer Ausschüttung von 47,1 Millionen Euro rechnen können.

Vorstandschef Mayr gab wegen der vielen Ungewissheiten in der Pandemie keine Prognose ab, wie sich das Geschäft in diesem Jahr entwickeln könnte. «Zu einem so frühen Zeitpunkt im Jahr ist eine seriöse Umsatzprognose wirklich schwierig.»

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