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Spahn äußert sich entspannt zur Corona-Testpanne in Bayern

Berlin (dpa) – Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat sich entspannt zur erneuten bayerischen Panne bei Corona-Testzentren geäußert. Sein Eindruck sei, dass die bayerische Staatsregierung wie auch schon in den vergangenen zwei, drei Wochen mit Hochdruck daran arbeite, «das jetzt abzustellen» und sich «mindestens so sehr ärgert wie die Betroffenen», sagte Spahn am Samstag bei einem gemeinsamen Auftritt mit der Vorsitzenden der Länder-Gesundheitsminister, Berlins Senatorin Dilek Kalayci (SPD), in Berlin. Am Freitag war bekannt geworden, dass etwa 10 000 Menschen länger als die versprochenen zwei Tage auf ihr Ergebnis warten mussten.

Deutschland sei in einer Pandemie, «wo viele Dinge schneller gehen müssen als sonst. Wo oftmals dann auch sehr flexibel und manchmal zu Beginn provisorisch gehandelt werden muss», sagte Spahn. Die Vorgänge in Bayern seien aber auch ein Zeichen dafür, dass es sinnvoll sei, gemeinsam in stärkere Strukturen bei den Gesundheitsämtern zu investieren – vor allem auch in die digitale Vernetzung. Hier sei es etwa gelungen, fast alle Testzentren an den Flughäfen, Bahnhöfen und Raststätten an den Autobahnen schon mit der Corona-Warn-App zu verknüpfen. Auch da habe es am Anfang ein paar Tage gebraucht, aber mittlerweile funktioniere das gut, sagte der Minister.