Städtische Galerie: Das Lenbachhaus und die documenta

Franz Marc, Gabriele Münter oder Wassily Kandinsky – Künstler, deren Werke bei der ersten documenta 1955 in Kassel zu sehen waren. Ausgeliehen hatte sie das Lenbachhaus in München aus seiner auch international bedeutenden Sammlung der Künstlergruppe Der Blaue Reiter. In einer Ausstellung zeigt die Städtische Galerie nun, welche ihrer Kunstwerke mit der berühmten Schau in Kassel verbunden sind. «Was von 100 Tagen übrig blieb… Die documenta und das Lenbachhaus» präsentiert ab 19. Juli bedeutende Arbeiten aus allen documenta-Ausstellungen, von 1955 bis zur 14. documenta im Jahr 2017.

Zu sehen sind etwa Gerhard Richters mehrteiliges Werk-Kaleidoskop «Atlas» und Arbeiten von Miriam Cahn, Isa Genzken oder James Coleman. «Was diskutiert, gesammelt und ausgestellt wurde, wurde und wird oft durch die documenta angestoßen», teilte das Haus am Montag mit.

Die Debatte um die aktuelle documenta in Kassel wird in der Ausstellung nicht thematisiert, der Blick geht vielmehr in die Vergangenheit. Man wolle dokumentieren, welche Arbeiten «von 100 Tagen» in einer musealen Sammlung sichtbar geblieben seien. Kuratiert wird die Schau von Eva Huttenlauch, Dierk Höhne und Museumsdirektor Matthias Mühling, in Kooperation mit dem Archiv der documenta.