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Stoiber lobt Laschet: «Gelungen, die CDU zu einen»

München (dpa) – In der Frage der Kanzlerkandidatur der Union mahnt der einstige CSU-Chef Edmund Stoiber zu einer einvernehmlichen Einigung der Schwesterparteien – so wie bei seinem eigenem Antreten zur Bundestagswahl vor fast zwanzig Jahren.

Bei einem Frühstück in Wolfratshausen im Januar 2002 hatte die damalige CDU-Vorsitzende Angela Merkel dem einstigen CSU-Chef Stoiber die Kanzlerkandidatur überlassen. Mit Blick auf die heute möglichen Unionskandidaten, den CDU-Vorsitzenden Armin Laschet und CSU-Chef Markus Söder, sagte Stoiber dem «Münchner Merkur» (Samstagsausgabe): «Es muss ja kein Frühstück sein.» Und betonte zugleich: «Aber ich plädiere für eine einvernehmliche Lösung. Alternativ müsste die Fraktion entscheiden, was konfrontativer wäre.»

Söder war einst Stoibers Generalsekretär. Im Interview vermied er aber eine Aussage für Söder. «Beide haben das Zeug zum Kanzler.» Über Laschet sagte er: «Es ist ihm gelungen, die CDU zu einen.»

Die Umfragewerte der Union beobachtet Stoiber mit Sorge. «Den größten Einfluss auf die Umfragen hat die Impfsituation», sagte Stoiber. «Gerade weil wir derzeit mit einem Vertrauensverlust kämpfen, müssen beide Parteivorsitzende eng zusammenarbeiten.»

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