Studenten-Oscars: Zwei Auszeichnungen für HFF München

Die Hochschule für Fernsehen und Film (HFF) München freut sich über zwei Studenten-Oscars. In der Kategorie «Narrative» wurden die Filme «Almost Home» von Nils Keller und «Eigenheim» von Welf Reinhart ausgezeichnet. «Ein doppelter, großartiger Erfolg für die HFF München und die Abteilung Spielfilm-Regie», sagte HFF-Präsidentin Bettina Reitz am Freitag. In «Almost Home» geht es um einen Mutter-Sohn-Konflikt im Weltraum, in «Eigenheim» um das Thema Zwangsräumungen.

«Zwei Oscars in einem Jahr, das gab es noch nie. Wir sind unendlich stolz auf Welf und Nils», teilten Julia von Heinz und Marcus H. Rosenmüller mit, die gemeinsam die Abteilung Spielfilm-Regie leiten. «Beide haben in ihren Filmen große gesellschaftliche Themen angepackt und hochemotional auf menschlicher Ebene verhandelt. Ihr meisterhaftes Regiehandwerk wird praktisch unsichtbar, weil man ganz in ihre Geschichten eintaucht.»

Insgesamt gleich drei Filmproduktionen deutscher Hochschulen sind unter den diesjährigen Gewinnern der Studenten-Oscars, wie die Oscar-Akademie in Los Angeles am Donnerstag (Ortszeit) bekanntgab. In der Sparte «Animation» gewannen die Regisseure Jan Gadermann und Sebastian Gadow von der Filmuniversität Babelsberg Konrad Wolf mit dem Stop-Motion-Film «Laika & Nemo» über eine Astronautin und einen Tiefseetaucher.

Zehn Filme von Nachwuchsregisseuren aus aller Welt setzen sich in dem 49. Studenten-Wettbewerb durch. In diesem Jahr waren 1796 Beiträge von 614 Studieneinrichtungen eingegangen.

Die Preisverleihung findet zum ersten Mal seit 2019 wieder live statt: am 20. Oktober im David Geffen Theatre in Los Angeles.