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Überschwemmungen durch «Florence» plagen US-Südostküste

Washington/Miami (dpa) – Schwere Überschwemmungen durch das Sturmtief «Florence» machen der Südostküste der USA weiter zu schaffen. Das Nationale Hurrikan-Zentrum in Miami warnte, «Florence» werde auch in den nächsten Tagen heftigen Regen in den US-Bundesstaaten North und South Carolina verursachen.

Gebietsweise sei weiter mit Sturzfluten zu rechnen. Die Auswirkungen des Unwetters sind noch lange nicht überstanden.

«Florence» war am Freitag als Hurrikan der Stärke 1 von 5 auf die Südostküste der USA getroffen und hatte sich dann nach und nach abgeschwächt – zuerst zu einem Tropensturm, dann zu einem Sturmtief. «Florence» richtete dennoch viel Unheil an. Mehrere Menschen kamen ums Leben. US-Medien meldeten am Montag unterschiedliche Zahlen, nicht alle Todesfälle sind von Behörden bestätigt. Die «Washington Post» sprach von 17 Menschen, die durch Folgen des Unwetters gestorben seien. Darunter waren demnach zwei kleine Kinder. Bäume seien auf Häuser gestürzt, in denen sie gelebt hätten.

Die Tücke an «Florence» ist nicht die Windstärke, sondern die große Menge an Wasser, die er an die Küste getragen hat. Sturmfluten im Atlantik lassen die Pegelstände der Flüsse auf Rekordhöhen steigen. Das Wasser drückt sich immer weiter ins Inland. An vielen Orten machen sich die Auswirkungen von «Florence» dadurch erst mit Verzögerung bemerkbar. Überflutungen wurden am Sonntag selbst aus der Stadt Fayetteville gemeldet, die rund 150 Kilometer landeinwärts liegt.

Andernorts gibt es aber erste Anzeichen von Entwarnung. Das Hurrikan-Zentrum nahm seine Sturmwarnungen für weite Teile der Küste zurück. Der Flughafen des Urlaubsortes Myrtle Beach hatte bereits am Sonntag den Flugbetrieb wieder aufgenommen.