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Tausende demonstrieren für Umwelt- und Tierschutz

München (dpa/lby) – Mehrere Tausend Menschen haben sich am Samstag in München zu einer Demonstration für Umwelt- und Tierschutz zusammengefunden. Unter dem Motto «Mia ham’s satt» hatten mehr als 80 Organisationen zu der Kundgebung aufgerufen. Diesem Aufruf waren laut Polizei rund 15 000 Menschen gefolgt. Die Organisatoren schätzten die Teilnehmer auf bis zu 18 000 Menschen. Der Protest richtete sich gegen das Insektensterben, Tierleid in Riesenställen, zubetonierte Landschaften und den Verkehrskollaps.

Ein buntes Meer aus Fahnen war am Königsplatz in München zu sehen. Mit Plakataufschriften wie «Mia ham’s Glypho satt» oder «Keine dritte Startbahn» vertraten die Teilnehmer verschiedenste Anliegen zu den Themen Naturschutz und Nachhaltigkeit. «Es ist schön zu sehen, wie viel Mühe sich die Teilnehmer mit Kostümen oder Bannern gemacht haben», sagte Mitorganisatorin Christiane Stenzel am Samstag. Das gute Wetter biete optimale Bedingungen für die Demo, zu der auch viele Menschen von außerhalb Münchens gekommen seien.

Auch die Debatte um die umstrittene Rodung des Hambacher Forsts in Nordrhein-Westfalen spielte bei der Demo eine Rolle. Zahlreiche Plakate und Banner zeigten mit Parolen wie «Hambacher Forst bleibt» Solidarität mit den Teilnehmern einer Demonstration am Hambacher Forst am Samstag. Die Polizei vor Ort zeigte sich zufrieden, es sei zu keinen Zwischenfällen gekommen.

Die Organisatoren der Demo hatten bereits im Vorfeld kritisiert, dass die Themen Naturschutz und Nachhaltigkeit im Landtagswahlkampf so gut wie keine Rolle spielten. Dazu zählten etwa der Bund Naturschutz und das Umweltinstitut München. Eine Woche vor der Wahl solle die Demonstration ein Zeichen setzen für eine ökologische, tiergerechte und bäuerliche Landwirtschaft, für saubere Luft und Klimaschutz.