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Tausende Pilger brechen nach Altötting auf

Regensburg (dpa/lby) – In Regensburg hat am Donnerstag die 189. Fußwallfahrt nach Altötting begonnen. Rund 4000 Pilger machten sich nach Angaben der Veranstalter am Morgen bei regnerischem Wetter auf in Richtung des oberbayerischen Wallfahrtsorts. «Trotz Regens sind alle Pilger guten Mutes gewesen», sagte Pilgerführer Bernhard Meiler. Am Donnerstagnachmittag meinte es das Wetter besser: Es blieb mehrere Stunden trocken.

Der Regensburger Bischof Rudolf Voderholzer begrüßte und segnete die Gläubigen am Startpunkt und begleitete sie ein Stück auf ihrem langen Weg. An diesem Freitagabend will er wieder zu den Gläubigen stoßen und sie am dritten Tag auf der restlichen Strecke bis zum Ziel begleiten.

Am Samstag wollen die Teilnehmer im 111 Kilometer entfernten Altötting ankommen. Auf dem Weg schlossen sich immer wieder weitere Pilger dem kilometerlangen Zug an. Polizei und freiwillige Helfer sperrten immer wieder Zufahrtsstraßen ab. Auf ihrem Weg durch drei bayerische Regierungsbezirke beten die Gläubigen gemeinsam mit Hilfe von Dutzenden per Funk verbundenen Lautsprechern. An der Laufstrecke bieten Bewohner Schlafplätze und Brotzeit für bis zu 8000 Pilger an.

In diesem Jahr steht die Wallfahrt unter dem Motto «Ohne Kreuz geht es nicht!». Mit der aktuellen politischen Debatte über Kruzifixe habe es nichts zu tun, sagte ein Sprecher des Bistums Regensburg. Vielmehr sei es ein Zitat von Bruder Konrad gewesen, an dessen 200. Geburtstag erinnert werden soll. Der Mönch hatte demnach früher in Altötting Pilger empfangen. Aus dem Anlass soll es am Samstag nach dem Gottesdienst für die Pilger Rosinenbrötchen mit dem Namen «Konradsweckerl» geben.

Jährlich kommen tausende Katholiken aus der ganzen Welt in den berühmten oberbayerischen Wallfahrtsort Altötting und beten in der Gnadenkapelle die schwarze Madonna an. Der Mai gilt in der christlichen Tradition auch als Marienmonat. Bayernweit finden deswegen zahlreiche Bittgänge und Wallfahrten zu Orten der Marienverehrung, wie Altötting, statt.