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Technische Hochschule geht vorübergehend in Online-Betrieb

Ingolstadt (dpa/lby) – Nach einem Semesterstart mit Präsenz zieht die Technische Hochschule Ingolstadt (THI) Konsequenzen aus den stark steigenden Corona-Infektionszahlen. Die Hochschule plane ab dem 6. Dezember bis zur Weihnachtspause eine vollständige Umstellung bisheriger Präsenzveranstaltungen auf den Online-Betrieb, teilte die Hochschule am Dienstag mit. Bisher dürfen nach der 3G-Regel Geimpfte, Genesene und Getestete an den Lehrveranstaltungen teilnehmen.

Aktuell liege die Impf- und Genesenenquote bei den Studierenden den Kontrollen zufolge bei etwa 95 Prozent. Eine Umstellung auf die 2G-Regel – also Zutritt nur für genesene und geimpfte Studierende – sei deshalb nicht geplant.

THI-Präsident Walter Schober betonte, die hohe Quote rechtfertige die Fortführung der Präsenzangebote. «Trotzdem kann die Umstellung auf den Digitalbetrieb drei Wochen vor Weihnachten auch über die Reduktion der Mobilität der Studierenden einen planbaren und vertretbaren Beitrag zur Pandemieeinschränkung vor Weihnachten leisten.» Der Vorlesungsbetrieb in Präsenz insbesondere zur Prüfungsvorbereitung solle am 10. Januar 2022 wieder starten.

Die Universität Erlangen-Nürnberg hatte zuvor mit ihrer Entscheidung für 2G im Hörsaal eine Debatte ausgelöst. Kritik kam etwa vom konservative Ring Christlich-Demokratischer Studenten (RCDS) in Bayern. Jedem Studenten in Bayern müsse der Zugang zu Bildung und Lehre gewährt bleiben.

Nach Angaben der bayerischen Universitätenkonferenz ist es derzeit noch nicht konkret geplant, das 2G-Konzept auf weitere Universitäten zu übertragen, wie Geschäftsführer Alexander Fehr auf Anfrage sagte. Gleichwohl würden entsprechende Überlegungen angestellt und die Voraussetzungen geprüft.

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