Thüringen lehnt Stromtrasse ab

Eine neue Stromtrasse zwischen Schalkau im Kreis Sonneberg und Grafenrheinfeld – die so genannte P 44 – lehnt Thüringen ab. Das hat Infrastrukturministerin Keller in einer Pressekonferenz erklärt. Damit nimmt die Landesregierung Stellung zum Entwurf des Netzentwicklungsplans 2030. Stattdessen favorisiert Thüringen die P 44 mod, welche die neue Trasse direkt in der schon vorhandenen Thüringer Strombrücke nach Bayern führen würde. So könne vorhandene Infrastruktur genutzt werden, und die Natur- und Kulturlandschaft werde nicht an weiteren sensiblen Stellen belastet, so Keller. Beide Trassenvarianten stoßen aber auf bayerischer Seite auf massiven Widerstand. Wie berichtet haben die Gemeinden im Kreis Coburg schon mehrfach gemeinsam klargestellt, dass sie überhaupt keine neue Stromtrasse durch die Region wollen. Noch bis Montag können Stellungnahmen zum Entwurf des Netzentwicklungsplans abgegeben werden.