Tritte gegen den Kopf: Freispruch

In einem Prozess um versuchten Totschlag ist der Angeklagte vom Landgericht Coburg freigesprochen worden. Wie die Neue Presse berichtet, wurde der 56-Jährige von einem Sachverständigen als schuldunfähig eingestuft, denn er hatte selbst vor Jahrzehnten bei einem Unfall einen Hirnschaden erlitten – und infolge dessen einen Verlust der Impulskontrolle. Deshalb die Schuldunfähigkeit und der Freispruch. Der 56-Jährige war wegen versuchten Totschlags angeklagt, weil er auf einen Mann losgegangen war, mit dem seine Frau eine Affäre hatte. Dabei hatte er auch dann noch gegen den Kopf seines Opfers getreten, als der Mann schon am Boden lag. Trotzdem sah das Gericht keine unmittelbare Gefahr des Mannes für seine Mitmenschen. Der Auslöser  für den Angriff war demnach eine Ausnahmesituation gewesen.