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Trockenheit hat Amphibien die Fortpflanzung erschwert

Hilpoltstein (dpa/lby) – Die extreme Trockenheit in diesem Sommer hat nach Angaben von Tierschützern dazu geführt, dass einige Amphibien nicht laichen konnten. So habe es in Oberfranken im Landkreis Coburg praktisch nicht geregnet und alle Kleingewässer seien ausgetrocknet, berichtete der Landesbund für Vogelschutz (LBV) am Donnerstag in Hilpoltstein (Landkreis Roth). «Die Gelbbauchunke konnte dort als Folge nicht laichen und hat heuer keinen Nachwuchs», teilte eine Sprecherin mit. Amphibien leben an Land und im Wasser, können sich jedoch nur in Gewässern fortpflanzen.

Insgesamt sei die Laichzeit der Amphibien in diesem Jahr im Freistaat regional sehr unterschiedlich verlaufen, hieß es. Während es in Oberbayern im Raum München von Februar bis April deutlich zu wenig geregnet hatte, gab es im Mai und Juni überdurchschnittlich viel Niederschlag. Die Wechselkröte habe daraufhin ihre Laichzeit nach hinten verschoben und im Mai und Juni sehr erfolgreich gelaicht, erläuterte LBV-Artenschutzreferent Andreas von Lindeiner. Viele Laichgewässer seien im Anschluss an die Laichzeit dann ausgetrocknet. Zu diesem Zeitpunkt hatten die jungen Tiere das Wasser allerdings schon verlassen.

In Mittelfranken herrschten ähnliche Wetterverhältnisse wie in München. Aber auch hier konnte die Kreuzkröte, die oft in Sandgruben lebt, durch die Niederschläge im Mai erfolgreich ablaichen, bevor die meisten Gewässer nun erneut ausgetrocknet sind.