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Trotz Corona nur leichter Rückgang bei Organspendern

Frankfurt/Main/München (dpa/lby) – Trotz der Corona-Pandemie ist die Zahl der Organspender in Bayern nur leicht zurückgegangen. Wie die Deutsche Stiftung Organtransplantation (DSO) am Donnerstag in Frankfurt mitteilte, haben 2020 im Freistaat 131 Menschen nach dem Tod ein oder mehrere Organe gespendet. Damit liegen die vorläufigen Organspendezahlen leicht unter dem Niveau von 2019 – damals zählte die DSO 136 Organspender.

In Bayern konnten im vergangenen Jahr nach vorläufigen Zahlen 428 nach dem Tod der Spender («postmortal») entnommene Organe durch die internationale Vermittlungsstelle Eurotransplant (ET) an Patienten auf den Wartelisten zugewiesen werden. Im Jahr 2019 waren es noch 459 gewesen.

Bundesweit spendeten 913 Menschen nach dem Tod ein oder mehrere Organe (2019: 932). Mit 2941 postmortal entnommenen Organen sind es 54 weniger als im Vorjahr. Am häufigsten wurden Nieren gespendet, gefolgt von Lebern, Lungen und Herzen. Ende 2020 standen der DSO zufolge in Deutschland rund 9200 Patienten auf der Warteliste für eine Transplantation.

Die DSO wertet die deutschlandweiten Ergebnisse für 2020 positiv: Trotz der Corona-Pandemie habe es bisher keinen Einbruch bei den Organspenden gegeben. Ob das auch für die zweite Welle gilt, hänge vor allem von den Intensiv-Kapazitäten ab.